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06.08.2014

23:14 Uhr

Nach Ausscheiden von Sprint

Dish Network zeigt Interesse an T-Mobile US

Im Bieter-Reigen um T-Mobile US gibt es scheinbar einen neuen Teilnehmer: Der amerikanische Satellitennetz-Betreiber Dish Network zeigt Interesse. Aber der französische Telekom-Milliardär Niel bleibt weiter hartnäckig.

Das Ringen um T-Mobile geht nach dem Austritt von Sprint in die nächste Runde: Nun bringt sich der amerikanische Satellitennetz-Betreiber Dish Network ins Spiel. dpa

Das Ringen um T-Mobile geht nach dem Austritt von Sprint in die nächste Runde: Nun bringt sich der amerikanische Satellitennetz-Betreiber Dish Network ins Spiel.

New York/Los AngelesDer amerikanische Satellitennetz-Betreiber Dish Network könnte nach dem Ausscheiden von Sprint beim Rennen um die Telekom-Tochter T-Mobile US jetzt einsteigen. Dish-Chairman Charlie Ergen sagte am Mittwoch, es wäre sinnvoll, sich mit dem Thema zu befassen. Wenn Sprint aussteige oder die Regierung die Übernahme nicht erlaube, dann "wäre T-Mobile etwas, das uns interessieren könnte", sagte Ergen am Mittwoch in einer Telefonkonferenz nach Bekanntgabe der Quartalszahlen. Im Management sei über solche Pläne allerdings noch nicht diskutiert worden. Der Rückzug von Sprint könnte die Wahrscheinlichkeit dafür aber erhöhen.

Im Bieter-Reigen um T-Mobile US steht allerdings auch der französische Telekom-Milliardär Xavier Niel mit seinem Unternehmen Iliad in den Startlöchern. Er bot bislang 15 Milliarden Dollar, was der Deutschen Telekom nach Reuters-Informationen bislang aber zu wenig ist. Niel arbeitet Insidern zufolge bereits an einer Aufstockung des Gebots.

Die größten Mobilfunker der Welt

Platz 1

China Mobile

Umsatz: 92,3 Milliarden Euro
Mobilfunkverbindungen: 790,6 Millionen

Platz 2

Vodafone Group (Großbritannien)

Umsatz: 58,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 435,9 Millionen

Platz 5

América Móvil Group (Mexiko)

Umsatz: 35,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 266,9 Millionen

Platz 6

Telefónica Group (Spanien)

Umsatz: 42,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 249,4 Millionen

Platz 3

China Unicorn

Umsatz: 29,9 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 295,0 Millionen

Platz 6

Verizon Wireless (USA)

Mobilfunkverbindungen: 114,5 Millionen (+ 5 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 65 Milliarden Dollar (+ 7 Prozent)

Platz 7

VimpelCom Group (Niederlande)

Umsatz: 15,8 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 218,2 Millionen

Platz 8

Orange Group (Frankreich)

Umsatz: 22,4 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 184,6 Millionen

Platz 9

Bharti Airtel Group (Indien)

Mobilfunkverbindungen: 259,8 Millionen (+ 7 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 12,6 Milliarden Dollar (+ 6 Prozent)

Platz 10

AT&T Mobility (USA)

Mobilfunkverbindungen: 107,3 Millionen (+ 3 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 59,7 Milliarden Dollar (+ 4 Prozent)

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom landet auf Platz 12 mit 111 Millionen Kunden und einem Mobilfunkumsatz in Höhe von 33,37 Milliarden Dollar (minus drei Prozent).

Der Rückzug von Sprint – dem drittgrößten Mobilfunkbetreiber in den Vereinigten Staaten – hatte sich angedeutet, da die Verhandlungen sich immer weiter in die Länge zogen. Ursprünglich wollten die Konzerne bereits im Juni handelseinig werden. Insidern zufolge drohten die US-Behörden trotz einer Werbe-Offensive von Sprint damit, den Kauf zu blockieren. Beide Seiten seien zum Schluss gekommen, dass die Kartellwächter einem Verkauf des Branchen-Vierten T-Mobile US an Sprint zurzeit wahrscheinlich nicht zustimmen würden, sagten die informierten Personen der Nachrichtenagentur Reuters.

Von

rtr

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