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24.08.2015

19:00 Uhr

Nach Datendiebstahl

Zwei mögliche Selbstmorde wegen Ashley Madison

„Das hier ist kein Spaß mehr!“ Nach dem Hackerangriff auf das Seitensprungportal Ashley Madison ermittelt die kanadische Polizei in mehreren Erpressungsfällen - und wegen zwei möglichen Selbstmorden.

Torontos Polizeichef Bryce Evans (re.) droht den Hackern. ap

Ermittlungen aufgenommen

Torontos Polizeichef Bryce Evans (re.) droht den Hackern.

TorontoNach dem Datendiebstahl beim Seitensprungportal Ashley Madison hat die Polizei in Toronto den bislang unbekannten Hackern mit ernsten Konsequenzen gedroht. „Eure Handlungen sind illegal und werden nicht toleriert werden“, sagte der zuständige Polizist Bryce Evans am Montag bei einer Pressekonferenz in Toronto.

Bei dem Datendiebstahl handele es sich um einen der umfangreichsten Fälle der Welt, der für viele der Betroffenen ernsthafte Folgen habe. Einige von ihnen seien Opfer von Verbrechen geworden, außerdem gebe es zwei bislang unbestätigte Suizid-Fälle, deren Zusammenhang mit dem Hacker-Angriff derzeit untersucht werde. „Das hier ist kein Spaß mehr.“

Das Seitensprungportal Ashley Madison, das vom kanadischen Internet-Konzern Avid Life Media betrieben wird, war im vergangenen Monat Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Die Hacker hatten das Portal als unmoralisch kritisiert und gedroht, Daten zu veröffentlichen. Kurz darauf waren auch Daten im Internet aufgetaucht, die Betreiber von Ashley Madison zweifelten deren Echtheit allerdings an.

Die Flirt-Plattform war vor allem bei Verheirateten für Seitensprünge beworben worden. Dabei wurde auch Diskretion versprochen. Noch vor einigen Monaten hatte die Firma Pläne für einen Börsengang bekannt gegeben. Der Umsatz lag im vergangenen Jahr bei 115 Millionen US-Dollar.

Von

dpa

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