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17.08.2011

08:35 Uhr

Nach Gewinneinbruch

Telekom Austria nimmt Prognose zurück

Der österreichische Telekomkonzern hat nach einem deutlichen Gewinnrückgang im zweiten Quartal seine Prognose zurückgeschraubt. Auslöser seien der anhaltende Preiskampf in Österreich und die Abwertung einer Ost-Währung.

Satellitenanlage der Telekom Austria im österreichischen Aflenz (Steiermark). Quelle: Pressefoto Telekom Austria

Satellitenanlage der Telekom Austria im österreichischen Aflenz (Steiermark).

WienDer harte Wettbewerb im Heimatmarkt Österreich und die Währungsabwertung in Weißrussland bremsen die Telekom Austria. Der Telekomkonzern erwartet für das laufende Jahr nun nur noch einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis (Ebitda) von bis zu 1,55 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Zuletzt war die Telekom Austria bei Erlösen von bis zu 4,6 Milliarden Euro noch von einem bereinigten Gewinn von bis zu 1,6 Milliarden Euro ausgegangen.

In Österreich konnte der Telekomriese sowohl die Zahl der Festnetz- als auch jene der Mobilfunkkunden weiter steigern. Durch den harten Preiskampf sank das bereinigte Ergebnis am Heimatmarkt im ersten Halbjahr allerdings um fast zehn Prozent auf knapp 498 Millionen Euro. Damit ist das Geschäft in Österreich unverändert der wichtigste Gewinnträger: Konzernweit erwirtschaftete die Telekom Austria ein bereinigtes Ebitda von 778 Millionen Euro - knapp acht Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

In Weißrussland machte dem Unternehmen die Abwertung der Landeswährung Rubel im Mai zu schaffen, mit der die dortige Regierung auf die wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Landes reagiert hat. Der Schritt lastete auf dem Ergebnis der Mobilfunktochter Velcom. Auch in anderen wichtigen südosteuropäischen Märkten wie Kroatien und Bulgarien lief das Geschäft wegen der dort schwachen Konjunktur verhalten.

Unter dem Strich verbuchte Telekom Austria im ersten Halbjahr wegen hoher Restrukturierungskosten einen Verlust von knapp 60 Millionen Euro nach einem Gewinn von 160 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Grund dafür ist der teure Stellenabbau, der das Unternehmen in den ersten sechs Monaten knapp 219 Millionen Euro kostete. „Dieser Aufwand wird in Zukunft die Personalkosten nachhaltig entlasten und somit die Gewinn-und-Verlustrechnung positiv beeinflussen“, hieß es.

Für das laufende und das kommende Jahr stellt der Konzern seinen Aktionären unverändert eine Dividende von mindestens 76 Cent je Aktie in Aussicht.

Von

rtr

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