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30.01.2007

15:07 Uhr

Nach reduzierter Gewinnprognose

Bei Telekom droht sinkende Dividende

Der Deutschen Telekom und ihren Aktionären droht neuer Schrecken. Zwar will der Konzern in diesem Jahr noch eine Dividende auf Vorjahreshöhe ausschütten. Nachdem das Unternehmen aber erneut seine Gewinnprognose reduzierte, dürfte sich in Zukunft auch die jährliche Ausschüttung verringern - ein konstantes Niveau ginge an die Substanz.

Dunkle Wolken über der Zentrale der Deutschen Telekom AG in Bonn. Foto: ap ap

Dunkle Wolken über der Zentrale der Deutschen Telekom AG in Bonn. Foto: ap

som/HB BONN. „Ich lege nicht meine Hand dafür ins Feuer, dass die Telekom ihre Dividende halten kann“, sagt Frank Schallenberger von der Landesbank Baden-Württemberg. Die Telekom senkte ihre Erwartungen für den operativen Gewinn im laufenden Geschäftsjahr um gut fünf Prozent. Zum möglichen Nettogewinn machte das Unternehmen keine Angaben.

So erwartet die amerikanische Investmentbank Merrill Lynch für 2007 nur noch einen Nettogewinn von 66,5 Cents pro Aktie. Angesichts einer vom Unternehmen angedeuteten Dividende von 72 Cents für das abgelaufene Geschäftsjahr wäre die Telekom demnach gezwungen, spätestens im nächsten Jahr ihre Ausschüttung zu kürzen oder an die Substanz zu gehen.

„Die Aussichten für das operative Geschäft entwickelten sich in diesem Jahr von schlecht in Richtung noch schlechter“ urteilt die Citigroup. Die Kollegen der französischen Bank Société Générale erwarten im laufenden Jahr immerhin noch einen Gewinn von 71 Cents pro Aktie. Doch auch nach dieser Rechnung ist die Telekom zum Handeln gezwungen.

Wegen der gesenkten Gewinnprognose haben inzwischen reihenweise Bankanalysten die Telekom herabgestuft. Die Ratingagentur Fitch blieb zwar bei ihrer Bewertung „A-“, übte jedoch deutliche Kritik am Telekom-Management um Konzernchef Rene Obermann und Finanzvorstand Karl-Gerhard Eick. „Die zweite Zielsenkung innerhalb von zwölf Monaten zeigt die Unfähigkeit des Managements, die Geschwindigkeit des Rückgangs im Heimatmarkt vorauszusehen. Das ist ein Besorgnis erregendes Zeichen und setzt das Rating unter Druck“, sagte der Telekom-Chefanalyst von Fitch, Michael Dunning.

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