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28.01.2013

12:19 Uhr

Nach Rücktritt

WDR-Rundfunkrat sucht Piel-Nachfolgerin

Nach dem überraschenden Rücktritt der Intendantin Monika Piel sucht der WDR nach einer neuen Chefin. Das Aufsichtsgremium der größten ARD-Anstalt trifft sich am heutigen Montag, um die Führungskrise zu beenden.

Monika Piels Rücktritt kam überraschend. dpa

Monika Piels Rücktritt kam überraschend.

DüsseldorfEigentlich hätte die 545. Sitzung des WDR-Rundfunkrates heute Nachmittag eine reine Routinesitzung werden sollen, doch seit den völlig überraschenden Rücktritt des Intendantin Monika Piel am Freitagabend ist in der größten ARD-Anstalt nichts wie es vorher war.

In der Ankündigung der Sitzung heißt es noch im Internet: „Wie gewohnt werden die Rundfunkratsvorsitzende Ruth Hieronymi und Intendantin Monika Piel in ihren Berichten über aktuelle Entwicklungen im WDR, in der ARD, in der nationalen und europäischen Medienpolitik sowie über Programmfragen berichten.“ Doch das war gestern. Der Rundfunkrat macht sich nun eilig auf die Suche nach einem Nachfolger für Piel, um die Führungskrise zu verhindern.

Die Nachfolge Piels soll nach dem Willen Hieronymis in einem Verfahren mit größtmöglicher Transparenz geklärt werden. Deshalb plädiere sie unbedingt für eine öffentliche Ausschreibung, bekräftigte Hieronymi am Montag in Köln. „Ich setze mich für ein möglichst transparentes Verfahren ein“, sagte sie.

Über die Gründe des Rücktritts der 61-Jährigen wurde am Wochenende gerätselt. Die Erklärung Piels, sie trete aus „persönlichen Gründen“ zurück, reicht vielen völlig verdutzten Mitarbeitern nicht. Erst im Mai vergangenen Jahres hatte der Rundfunkrat die Amtszeit der seit 2007 amtierenden Intendantin bis 2019 verlängert. Trotz massiver Kritik von politischer Zeit hatte die aus Bergisch-Gladbach stammende Piel keinen Gegenkandidaten.

Die Wahl Piels war umstritten. „Ohne Ausschreibungsverfahren die bisherige Intendantin im Amt zu bestätigen erweckt den Eindruck von Hinterzimmerabsprachen“, kritisierte damals der FDP-Politiker Burkhardt Müller-Sönksen.

Kommentare (5)

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merkle

28.01.2013, 12:42 Uhr

Piels Posten sollte man komplett einsparen, damit endlich der Wasserkopf verkleinert wird und die Gebühren sinken können. Es wird höchste Zeit. Die Selbstbedienungen gehören der Vergangenheit an!

Ich_mach_den_Job

28.01.2013, 12:46 Uhr

"Trotz massiver Kritik von politischer Zeit..."

Sollte wahrscheinlich "von politischer Seite..." heißen.


Also Leute, ich mach den Job. Ich verlange aber als erstes eine Gehaltserhöhung. Jetzt wo die GEZ bei den Unternehmen soviel mehr abkssiert, ist doch auch soviel mehr in der Rundfunk-Kasse. Dass man in dem Job mehr verdient als Merkel, ist doch wohl selbstverständlich. Ohne Die Öffentlich Rechtliche Rundfunkanstalt und deren Meinungsmache im Interesse der Regierung wäre Angela Merkel längst keine Kanzlerin mehr. Um die gönnerhafte Meinungsmache aufrechtzuerhalten, muss man sich das auch etwas kosten lassen. So gesehen wird es Angie nicht jucken, dass die Intendanten der GEZ-Sender mehr verdienen, als sie selbst. Ist doch nur Gebührenzahler-Geld. Wie das verjubelt wird, ist doch egal.

Account gelöscht!

28.01.2013, 13:45 Uhr

Der Rat sucht Nachfolger? Das soll wohl ein Witz sein. Die werden eher daher damit beschäftigt sein, die Horde von Bewerbern zu kanalisieren, damit keine Stampede daraus wird.

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