Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.09.2012

19:47 Uhr

Nach Schlägerei bei Foxconn

Analyst befürchtet Lieferengpass für iPhone 5

Die Produktion bei einem Apple-Zulieferer in China wurde nach einer Prügelei gestoppt. In der Foxconn-Fabrik gerieten Arbeiter aneinander, 40 von ihnen wurden verletzt. Laut Konzern könnte die Fertigung drei Tage ruhen.

China

Randale bei Apple-Zulieferer Foxconn

China: Randale bei Apple-Zulieferer Foxconn

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

TaipehMassive Probleme beim wichtigen chinesischen Zulieferer Foxconn überschatten den Verkaufserfolg von Apples neuem iPhone 5. Nach einer Massenschlägerei in einem Schlafsaal für Foxconn-Arbeiter ruht die Produktion in einem Werk. Branchenexperten befürchten nun, dass Apple mit der Herstellung des begehrten Smartphones nicht mehr nachkommen könnte. Das iPhone 5 ging bereits mehr als fünf Million Mal über den Ladentisch.

Der Konzern teilte am Montag mit, diese Zahl sei in den ersten drei Tagen seit dem Verkaufsstart erzielt worden. Vom Vorgängermodell iPhone 4 waren am ersten Verkaufswochenende im Oktober 2011 mehr als vier Millionen Stück an die Kunden gegangen. Die Apple-Aktie fiel an der Nasdaq bis zum frühen Montagnachmittag mehr als zwei Prozent.

Am Freitag hatten Apple-Fans weltweit vor den Läden des kalifornischen Konzerns in langen Schlangen auf die neuen Smartphones gewartet. Das iPhone 5 war bereits vor dem Verkaufsstart ein Bestseller. So fiel die Zahl der Vorbestellungen nach Apple-Angaben fast doppelt so hoch aus wie beim Vorgängermodell. Allein in den ersten 24 Stunden, in denen das US-Unternehmen die Reservierungen entgegennahm, seien mehr als zwei Millionen Geräte geordert worden.

„Wir sind der Auffassung, dass Apple deutlich mehr Smartphones losschlagen könnte, wenn es keine Lieferengpässe geben würde“, sagte Analyst William Power bei Baird Equity Research. Er bezog sich mit seiner Äußerung auf die Krawalle beim Apple-Zulieferer.

Eine Foxconn-Fabrik in Nordchina sollte am Montag wegen einer laufenden Untersuchung geschlossen bleiben, sagte Foxconn-Sprecher Louis Woo Reuters. Die Firma, die wegen ihrer Arbeitsbedingungen wiederholt scharfe Kritik auf sich gezogen hatte, wollte weder bestätigen, um welchen Standort es sich genau handelte, noch was genau dort produziert wird. Einem Mitarbeiter zufolge ist das Werk Taiyuan betroffen, das unter anderem das neue iPhone 5 von Apple fertigt. Die Schließung soll voraussichtlich zwei bis drei Tage dauern.

Kommentare (16)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

24.09.2012, 08:28 Uhr

Schlägerei in einem Schlafsaal ???
Kult ist ja ganz nett, und vor allem für eine Markenbindung gut gelungen, aber knapp 80.000 Mitarbeiter, und davon ein Teil in einem Schlafsaal untergebracht?
Sorry, von so einer "Marke" kaufe ich nichts. Sei der "Kultstatus" auch noch so hoch.
Die Salami-Taktiken, welche von diesen Konzernen gefahren werden, sind mir sowieso schon immer zuwider gewesen.
Nichts gegen Fortschritt und Weiterentwicklung, aber ein Update bleibt ein Update, und der Preis ist mir dafür zu hoch. Verbraucherverblödung pur, aber in Verbraucheraufklärung steckt man ja besser kein Geld rein.

Oelblase

24.09.2012, 08:32 Uhr

"aber knapp 80.000 Mitarbeiter, und davon ein Teil in einem Schlafsaal untergebracht?"

Davon hat Romney sehr geschwärmt, wie arbeitswillig die Menschen in China sind. Das wünscht er sich auch für die USA.

Allerdings hat er in seinen Überlegungen vergessen, dass jeder freie Ami eine Knarre mit sich führen darf.
Diese Schlägerei wäre in den USA anders gelaufen.

DrKurte

24.09.2012, 08:33 Uhr

Nur aus Interesse. Wo kaufen Sie denn Ihre Klamotten?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×