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13.06.2013

14:49 Uhr

Nachfolge-Spekulationen

Buhrows letzter „Tagesthemen“-Auftritt

Tom Buhrow verabschiedet sich am Sonntag von seinen Zuschauern. Noch ist offen, wer danach seinen Platz einnimmt. Die Intendanten der ARD könnten es bei ihrer nächsten Sitzung entscheiden. Spekuliert wird schon jetzt.

Der „Tagesthemen“-Moderator Tom Buhrow steht kurz vor seinem letzten Auftritt. dpa

Der „Tagesthemen“-Moderator Tom Buhrow steht kurz vor seinem letzten Auftritt.

BerlinTom Buhrow (54), seit 2006 „Tagesthemen“-Moderator und künftiger WDR-Intendant, verabschiedet sich an diesem Sonntag (16. Juni) von seinen Zuschauern. Über seine Nachfolge könnte auf der nächsten Sitzung der ARD-Intendanten am 24. und 25. Juni in Mainz ein Beschluss fallen. Sicher ist dies aber noch nicht.

„Wann die Intendantinnen und Intendanten über die Buhrow-Nachfolge entscheiden werden, steht noch nicht fest“, sagte eine ARD-Sprecherin am Donnerstag. Solange gelte die Aussage der ARD-Vorsitzenden Lutz Marmor, der Ende Mai gesagt hatte: „Wir werden das mit der gebotenen Eile, aber auch mit der nötigen Sorgfalt prüfen.“

Die Spekulationen über Buhrows Nachfolge gehen weiter. Die in Berlin erscheinende Tageszeitung „Tagesspiegel“ berichtete am Donnerstag von einer möglichen Doppel-Lösung: So könnten sich Ingo Zamperoni (39), bisher schon „Tagesthemen“-Vertreter von Tom Buhrow, und ARD-New-York-Korrespondent Thomas Roth (61) künftig den Job teilen.

Roth solle demnach regelmäßig eingeflogen werden, so wie das ZDF es mit dem „heute-journal“-Moderator Christian Sievers handhabt. Sievers arbeitet ansonsten für das ZDF als Korrespondent in Tel Aviv.

Hintergrund: Bei der Besetzung des Anchorman-Jobs habe der Westdeutsche Rundfunk (WDR) traditionell das Vorschlagsrecht, wie der „Tagesspiegel“ erläutert. WDR-Mann Roth komme daher in Frage, würde wechselweise in New York und Hamburg arbeiten. Zamperoni würde aus dem „Nachtmagazin“ ausscheiden, sich ganz den „Tagesthemen“ widmen.

„Den Artikel des „Tagesspiegels“ kommentieren wir nicht“, sagte die ARD-Sprecherin dazu. Unberührt von all den Spekulationen ist Caren Miosga. Die 44-Jährige trat vor sechs Jahren die Nachfolge von Anne Will an und moderierte seitdem im Wechsel mit Buhrow die „Tagesthemen“.

Buhrow war am 29. Mai als Nachfolger von Monika Piel vom WDR-Rundfunkrat zum neuen Intendanten des größten ARD-Senders gewählt worden. Er tritt damit in die Fußstapfen von bekannten Intendanten wie Fritz Pleitgen oder Friedrich Nowottny, die auch nach einer journalistischen Laufbahn an die Spitze des Senders getreten waren.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.06.2013, 16:41 Uhr

Mit dem Hampelmann Zamperoni hätte man das personifizierte Selbstverständnis als Anchorman: Arroganz, Überpordnung und Selbstüberheblichkeit. Damit hätte man den Parteienfunk schön verkörpert.

Moderatoren quer durch die Welt einfliegen ist auch nicht schlecht. Hier hätte die ARD ja - zumindest intern - Kostentransparenz!???. Da weiss man, dass die Rundfunksteuern auch ordentlich vernichtet werden. Wenn man auch nicht weiss wieviel wofür. Aber dieses Recht steht ja nicht dem zahlenden Bürger zu sondern den Spitzen derjenigen, die die Steuern verschwenden. Deswegen heisssen diese Steuern offiziell Beitrag. Nur so kann man die Transparenz zum Steuerzahler hin verhindern.

Besser könnte noch ein Israelkorrspondent an der Spitze der Nachrichten sein. Damit könnten wir nochmal ein Jahrzent unsere Erbschuld durch devote Falschmeldungen zu Gunsten Israels tilgen.

Alles wird gut. Wenn doch nur bald die Troika von Deutschland die Einstellung des Staatsfunks fordert. Nehmt uns endlich diese Parasiten aus dem Pelz!

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