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04.01.2012

20:01 Uhr

Nachfolger für Bartz

Ein Ebay-Manager wird neuer Yahoo-Chef

Die Führungskrise beim Internetkonzern Yahoo hat ein Ende: Das Unternehmen hat einen neuen Vorstandschef gefunden. Bereits in der kommenden Woche soll Scott Thompson das Ruder übernehmen. Ihm stehen schwere Zeiten bevor.

Scott Thompson, derzeit noch Präsident von Paypal. dapd

Scott Thompson, derzeit noch Präsident von Paypal.

New York/LondonDer bisherige Chef der erfolgreichen Ebay-Bezahlsparte PayPal soll den angeschlagenen Internet-Pionier Yahoo im Kampf gegen Google und Facebook zurück in die Erfolgsspur bringen. Der Web-Technologie- und e-commerce-Experte Scott Thompson werde schon in der kommenden Woche die Führung bei Yahoo übernehmen, teilte der Konzern am Mittwoch mit.

Yahoo war seit Monaten auf der Suche nach einem Nachfolger für die im September geschasste Firmenchefin Carol Bartz. Der Anbieter von Maildiensten, Suchfunktionen und Nachrichten im Netz hat zuletzt an Relevanz verloren und befindet sich wegen stagnierender Umsätze im Umbruch. Jüngst gab es sogar Verkaufsgerüchte. Für Ebay ist der Wechsel Thompsons Experten zufolge ein Verlust.

Thompson sagte kurz nach der Ernennung, er könne noch nichts über mögliche Kostenkürzungen oder den erwarteten Verkauf von Yahoos Asien-Geschäft sagen. Er müsse sich erst einen genauen Überblick verschaffen.

Yahoo-Aktien verloren am Mittwoch 2,3 Prozent - was Experten kurioserweise darauf zurückführten, dass Yahoo mit Thompson einen fähigen Manager an Bord geholt habe. „Der Verkauf von Yahoo an einen Rivalen wie etwa Microsoft ist dadurch unwahrscheinlicher geworden“, sagte Analyst Brett Harris von Gabelli & Co. Das drücke zunächst den Aktienkurs. Andere Analysten äußerten sich indes kritisch zu der Personalie und erklärten, Thompson fehle Erfahrung in Yahoos Kerngeschäft mit Online-Werbung.

Der Chef des Yahoo-Verwaltungsrates, Roy Bostock, erklärte, unter Thompson werde sich das Unternehmen auf seine Kernbereiche fokussieren. Der Analyst Jordan Rohan von Stifel Nicolaus sagte, die spannende Frage sei, was Yahoo mit dem Geld machen werde, dass es beim erwarteten Verkauf seiner Asien-Geschäfte einnehme.

Kommentare (1)

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Freygeist

04.01.2012, 20:28 Uhr

Warum sollte die Führungskrise beendet sein?
Der Neue muß sich erst durchsetzen und vor allem muß er Erfolge liefern.
Frühestens Mitte des Jahres wird man sagen können, ob die Führungskrise bei Yahoo zu einem Ende gekommen ist.
Gut, dann kqann man ja wieder eine Meldung bringen.

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