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15.06.2014

18:16 Uhr

Nachrichtenportale

Süddeutsche könnte „abendzeitung.de“ kaufen

ExklusivDie „Süddeutsche Zeitung“ interessiert sich für das Internet-Nachrichtenportal der „Abendzeitung“. Beide Webseiten kooperieren bereits – und dürften auch nach einem Deal beide weiter existieren.

Internetauftritt der Abendzeitung. Rechts oben steht: „Partner von Süddeutsche.de“. Screenshot

Internetauftritt der Abendzeitung. Rechts oben steht: „Partner von Süddeutsche.de“.

MünchenDie „Süddeutsche Zeitung“ interessiert sich für das Online-Portal „abendzeitung.de“. Das erfuhr das Handelsblatt (Montagausgabe) aus Verhandlungskreisen. Seit 2011 bildet der Internet-Auftritt der Süddeutschen eine sogenannte Belegungseinheit mit dem des Boulevardblatts.

Beide Portale weisen unter Federführung von Süddeutsche.de ihre Reichweite gemeinsam aus. Von den 8,16 Millionen einzelnen Besuchern des „SZ“-Portals, im Fachjargon Unique User genannt, entfallen 3,16 Millionen auf Abendzeitung.de. Würden sie fehlen, fiele Süddeutsche.de von Platz fünf der erfolgreichsten deutschen Nachrichtenseiten hinter Zeit Online und Stern.de auf Platz sieben zurück.

Deshalb will die „SZ“ nach Informationen von Insidern Abendzeitung.de als eigenständiges Angebot erhalten. Jedoch sollen weniger als zehn Redakteure übernommen werden. Dennoch gilt das Angebot als aussichtsreich. Schließlich ist die „SZ“ bestens mit den Verhältnissen bei dem Boulevardblatt vertraut: Minderheitsgesellschafter Johannes Friedmann war bis zur Insolvenz Eigentümer der „AZ“. Die Südwestdeutsche Medien-Holding (SWMH), Eigentümerin der SZ, war für eine Stellungnahme am Wochenende nicht erreichbar.

Ursprünglich wollte die Süddeutsche Zeitung auch die gedruckte „AZ“ übernehmen – zumindest ein bisschen. „AZ“-Chefredakteur Arno Makowsky hatte ein Konzept für eine donnerstags erscheinende Wochenzeitung entwickelt, das Wohlwollen beim „SZ“-Management fand. Doch der Hauptgesellschafter lehnte ab. Im Aufsichtsrat der SWMH fiel das Konzept durch.

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