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11.01.2007

09:39 Uhr

Namensrechte

Apple handelt sich Ärger mit dem iPhone ein

Mit Begeisterung haben Fachwelt, Anleger und Konsumenten das neue Apple-Handy iPhone aufgenommen. Zumindest an der Börse dürfte jedoch Ernüchterung einkehren. Denn ein anderes bekanntes Unternehmen besitzt die Rechte an dem Produktnamen – und wehrt sich überraschend heftig gegen die Nutzung durch Apple.

Apple wirbelt mit dem iPhone den Handy-Markt durcheinander. Quelle: Reuters

Apple wirbelt mit dem iPhone den Handy-Markt durcheinander. Quelle: Reuters

HB SAN FRANCISCO. Der Netzwerk-Spezialist Cisco verklagte Apple am Mittwoch, weil er die Markenrechte an dem Namen iPhone bei sich sieht. Apple hatte sein innovatives Multimedia-Handy, das im Juni auf den Markt kommen soll, erst am Dienstag vorgestellt. Cisco gibt an, mit der Klage eine Nutzung des Namens verhindern zu wollen. Zugleich sagte ein Sprecher dem „Wall Street Journal“, es gebe auch Möglichkeiten für eine Einigung.

Apple habe mehrfach um Erlaubnis gebeten, den Namen iPhone zu verwenden, teilte Cisco weiter mit. Verhandlungen darüber seien jedoch bisher ohne Ergebnis geblieben. „Es gibt keinen Zweifel, dass das neue Telefon von Apple sehr aufregend ist, aber sie sollten unseren Markennamen nicht ohne unsere Erlaubnis nutzen“, sagte Cisco-Manager Mark Chandler. Die Klage kommt dennoch überraschend, weil es bislang so aussah, als würden sich Apple und Cisco gütlich einigen; das Namensproblem war öffentlich bekannt. Stattdessen eskaliert der Streit.

Das erste Apple-Handy ist ein ungewöhnliches Alleskönner-Gerät, das einen berührungsempfindlichen Bildschirm statt einer Tastatur hat. Eine Fotokamera ist eingebaut, genauso wie ein Abspielgerät für Video und Musik aus dem iTunes-Shop von Apple. E-Mailen und Surfen im Internet sind auch möglich.

Cisco hatte den Markennamen iPhone bereits im Jahr 2000 mit dem Kauf der Firma Infogear bekommen. Derzeit stellt die Cisco-Sparte Linksys unter dieser Bezeichnung eher simple schnurlose Gerät für die Internet-Telefonie her. Allerdings verweist das Unternehmen auf die Zukunftsaussichten: „Das heutige iPhone ist nicht das iPhone von morgen.“ Das Potenzial für das Zusammenwachsen von Festnetz, Mobilfunk und PC sei grenzenlos und deshalb sei es für Cisco wichtig, den Markennamen zu verteidigen.

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