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15.01.2016

16:38 Uhr

Netflix

Online-Videodienst geht gegen VPN-Trickser vor

Netflix ist inzwischen in 190 Ländern verfügbar. Doch das Angebot des Online-Videodienstes unterscheidet sich erheblich von Land zu Land. Einige Kunden umgehen das – nun zieht das Unternehmen Konsequenzen.

Einige Kunden umgehen die Sperre zum Beispiel mit Hilfe von VPN-Diensten, die Netflix vorgaukeln, dass der Nutzer aus einem anderen Land kommt. dpa

Unterschiedliche Angebote

Einige Kunden umgehen die Sperre zum Beispiel mit Hilfe von VPN-Diensten, die Netflix vorgaukeln, dass der Nutzer aus einem anderen Land kommt.

Los GatosDer Online-Videodienst Netflix schränkt für seine Nutzer den Zugang zu Filmen und Serien aus dem Programm in anderen Ländern ein. Netflix muss die Rechte für Sendungen für verschiedene Regionen einzeln aushandeln, deshalb unterscheidet sich das Angebot zum Teil erheblich von Land zu Land. Einige Kunden umgehen das bisher zum Beispiel mit Hilfe von VPN-Diensten, die Netflix vorgaukeln, dass der Nutzer aus einem anderen Land kommt. Populär ist vor allem das Programm aus dem US-Angebot.

Nun kündigte Netflix an, dass der Zugang über solche Services in den kommenden Wochen blockiert werde. Die Nutzer würden dann nur das Programm ihres tatsächlichen Herkunftslandes sehen können. Es bleibe zwar das Ziel, dass Kunden in allen Ländern die gleichen Filme und Serien sehen könnten, hieß es in einem Blogeintrag am späten Donnerstag. Doch bis dahin sei es noch ein weiter Weg.

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Netflix war vergangene Woche auf einen Schlag in 130 weiteren Ländern gestartet. Jetzt ist der Dienst in insgesamt 190 Ländern verfügbar. Als einziger relevanter Markt fehlt bislang China. Auch einige Chinesen verschafften sich bisher Zugang zu Netflix über die VPN-Services (Virtual Private Network). Der Konzern nahm erst vor kurzem auch Sendungen in chinesischer Sprache ins Programm auf.

Netflix-Chef Reed Hastings verwies schon häufiger auf das sehr verworrene internationale Rechte-Geflecht. Das sei auch einer der Gründe dafür, dass der Dienst verstärkt auf die Produktion eigener Filme und Serien setze. Diese Inhalte könne Netflix dann überall gleichzeitig zeigen.

Die EU-Kommission will durchsetzen, dass innerhalb Europas alle Nutzer Zugang zu den von ihnen im eigenen Land bezahlten Inhalten haben. Der Plan wird aber gerade noch ausgearbeitet. Hastings hatte früher gesagt, Netflix werde eine solche Regelung umsetzen können, wenn sie beschlossen werden sollte.

Der Einsatz von VPN-Anbietern verstieß auch vorher schon gegen die Nutzungsbedingungen bei Netflix - der Dienst unternahm aber bis auf wenige kurze Episoden nichts dagegen.

Von

dpa

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