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07.03.2014

20:53 Uhr

„Netzallianz“

Bund will Netze mit Frequenz-Erlösen fördern

In den kommenden Jahren versteigert der Bund die sogenannten GSM-Frequenzen. Der Erlös der Auktion soll in den Digitalbereich zurückfließen. Unternehmen sagten zu, weitere Investitionen in die Netze vorzunehmen.

Ein Mann fächert unter einer Straße ein Glasfaser-Kabel mit farbigen Einzelsträngen auseinander. Bislang sind rund 60 Prozent des Landes mit modernem Internet ausgestattet. dpa

Ein Mann fächert unter einer Straße ein Glasfaser-Kabel mit farbigen Einzelsträngen auseinander. Bislang sind rund 60 Prozent des Landes mit modernem Internet ausgestattet.

BerlinDie Bundesregierung will Milliardensummen aus der bevorstehenden Veräußerung von Mobilfunk-Frequenzen für den Ausbau des Breitbandnetzes verwenden. Die Erlöse, die durch Versteigerungen oder den Verkauf der Frequenzen in den kommenden eineinhalb bis zwei Jahren erreicht würden, sollten „zu einem großen Teil wieder in die digitale Wirtschaft zurückfließen“, sagte Infrastrukturminister Alexander Dobrindt am Freitag anlässlich eines Treffens mit Telekommunikationsfirmen und Kabelnetzbetreibern in Berlin. Mit ihnen beriet der Minister erstmals über Wege für ein deutschlandweites schnelles Internet.

Die große Koalition hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2018 eine flächendeckende Breitbandversorgung von mindestens 50 Megabit pro Sekunde sicherzustellen. Bislang sind 60 Prozent des Landes entsprechend ausgestattet. Die Kosten für den Ausbau werden auf 20 bis 34 Milliarden Euro beziffert.

Dobrindt sagte, der zu erwartende Milliardenbetrag durch die Frequenz-Veräußerungen lasse sich nicht vorhersagen. Im Jahr 2010 waren aus einer ähnlichen Versteigerung rund 4,4 Milliarden Euro für den Bund herausgesprungen. Bei der nun geplanten Auktion kommen die sogenannten GSM-Frequenzen unter den Hammer, auf denen seit Anfang der 90er Jahre telefoniert wird. Die Lizenzen laufen bis 2016. Legendär ist die UMTS-Aktion, die Anfang des Jahrtausends mehr als 50 Milliarden Euro in die Bundeskasse brachte.

Dobrindt sagte, die Unternehmen hätten beim Auftakttreffen der sogenannten Netzallianz zugesagt, weiter erhebliche Investitionen in die Netze vorzunehmen. Telekom-Chef Tim Höttges und Vodafone-Deutschlandchef Jens Schulte-Bockum unterstrichen, eine gute Breitbandversorgung auch in ländlichen Regionen sei für sie eine gesellschaftliche Verantwortung. Notwendig sein werde ein Technologie-Mix aus Mobilfunk und Festnetz. Allerdings müssten noch Fragen der Regulierung sowie die Rahmenbedingungen geklärt werden, betonte Höttges.

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