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25.10.2016

10:39 Uhr

Netzwerk in der Krise

Twitter streicht offenbar hunderte Stellen

Die Übernahmegerüchte um Twitter haben sich zerschlagen - der Aktienkurs ist wieder im Keller gelandet. Jetzt will das Management laut einem Medienbericht wieder zu einem Jobabbau greifen.

Der Internetkonzern plant offenbar erneut einen Jobabbau. dpa

Twitter

Der Internetkonzern plant offenbar erneut einen Jobabbau.

San FranciscoTwitter plant laut einem Medienbericht nach dem Scheitern von Verkaufsgesprächen die nächsten Stellenstreichungen. Noch diese Woche könne der Abbau von 300 Jobs – acht Prozent der Belegschaft – bekanntgegeben werden, schrieb der Finanzdienst Bloomberg am Dienstag. Zugleich könnten sich die konkreten Zahlen noch ändern, hieß es einschränkend unter Berufung auf informierte Personen.

Der Kurznachrichtendienst hatte zuletzt vor rund einem Jahr bei der Rückkehr des Mitgründers Jack Dorsey an die Firmenspitze ebenfalls rund acht Prozent der Arbeitsplätze gestrichen. Twitter legt am Donnerstag dieser Woche Zahlen für das vergangene Quartal vor.

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Twitter hat 320 Millionen Nutzer – doch der Kurznachrichtendienst findet nicht einen einzigen Investor. Die Krise hat die Firma jedoch nicht allein zu verantworten. Auch wir, die Internetuser, sind schuld. Eine Analyse.

Zuletzt hatten sich wochenlange Spekulationen über einen Twitter-Verkauf zerschlagen, nachdem der Software-Spezialist Salesforce erklärte, er habe kein Interesse. Zuvor waren unter anderem Google und Disney als mögliche Käufer gehandelt worden.

Dorsey könnte nun freiere Hand bei seinen Umbauplänen für Twitter bekommen. Er hatte das Ziel ausgegeben, Twitter stärker zum Ort zu machen, an dem sich Menschen über aktuelle Ereignisse informieren und will noch mehr auf Video setzen. So zeigt Twitter in den USA Donnerstags-Spiele der Football-Liga NFL. Und zuletzt wurde die Livestreaming-App „Periscope“ für das Einspeisen von Übertragungen in professioneller Qualität geöffnet.

Die Twitter-Gründer

Drei plus eins

In der offiziellen Geschichtsschreibung von Twitter spielen drei Gründer die Hauptrolle. Es gibt aber noch einen, der sich aus dem Kreis zu Unrecht ausgeschlossen fühlt. Die vier Köpfe im Kurzporträt.

Jack Dorsey

Der erste Chef der Firma gilt als Twitter-Erfinder. Doch er war 2007 laut Erinnerungen von Weggefährten dem Job nicht gewachsen. Für böses Blut soll etwa gesorgt haben, dass er sich am frühen Nachmittag zu Yoga-Kursen oder Zeichen-Stunden aufmachte. Dorsey, der sich auch schon als Masseur versucht hatte, verlor den Job, verließ Twitter und gründete den Mobil-Bezahldienst Square. Dort reifte er als Manager, so dass er seit 2015 mit Twitter und Square zwei börsennotierte Unternehmen gleichzeitig führen darf.

Evan Williams

Williams war schon vor Twitter ein bekannter Internet-Unternehmer. Er stand hinter der Blog-Plattform Blogger, die 2003 von Google gekauft wurde. Das die Begriffe „Blog“ und „Blogger“ populär wurden, ist auch Williams zu verdanken. Danach gründete er gemeinsam mit Biz Stone die Podcasting-Firma Odeo. Weil die Idee mit den Podcasts nicht so recht zünden wollte, gab es auch ein kleines Nebenprojekt - Twitter. Dorsey wurde erster Chef, im Oktober 2008 wurde er aber im Chefsessel durch Williams ersetzt. Zwei Jahre später ging der CEO-Posten an Dick Costolo weiter. Williams verließ Twitter, auch wenn er einer der größten Aktionäre blieb. 2012 gründete Williams die Medienplattform Medium, auf der jeder Artikel veröffentlichen kann.

Biz Stone

Stone (42) arbeitete für Google, bevor sich auf das Podcasting-Projekt mit Williams einließ, aus dem schließlich Twitter hervorging. Im Gegensatz zu seinen Mitgründern hatte Stone keine Ambitionen auf den Chefposten. Aber er versuchte sich als Wagniskapitalist und investierte unter anderem in Dorseys Bezahldienst Square, den Anbieter vernetzter Thermostate Nest und den Uber-Konkurrenten Lyft. 2012 gründete er eine neue eigene Firma Jelly - eine Plattform, bei der Nutzer alle möglichen Fragen stellen und beantworten können.

Noah Glass

Glass verkündet in seinem Twitter-Profil immer noch schlicht „I started this“ - „ich habe das in Gang gesetzt“. In einem Interview mit dem Blog „Business Insider“ erzählte Glass, er sei als einer der Odeo-Mitgründer von Anfang an auch maßgeblich bei Twitter involviert gewesen - und habe auch den ursprünglichen Namen „Twttr“ vorgeschlagen. Ihm sei auch die Leitung des Projekts in der Anfangszeit übertragen worden. Aber auch Glass bestreitet nicht, dass die Grundidee für Twitter von Dorsey kam.

Dorsey sucht nach Wegen, das zuletzt langsame Wachstum wieder anzukurbeln. Die Aktie, die zuletzt wegen der Übernahmegerüchte stark gestiegen war, steht inzwischen sogar tiefer als vorher.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Daniel Cale

26.10.2016, 17:33 Uhr

Hallo, ich habe in Internet recherchieren und auch was auf diese Thema gefunden...
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