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12.11.2013

00:24 Uhr

Neue Aktien

T-Mobile USA braucht Geld von der Börse

Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom braucht mehr Kapital. Das Unternehmen kündigte an, mit neuen Aktien an die Börse zu gehen. Der Mutterkonzern will jedoch nicht mitziehen. Die Anleger reagierten verschnupft.

Ein T-Mobile Laden in New York. dpa

Ein T-Mobile Laden in New York.

BellevueDie US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom will frisches Geld an der Börse einsammeln. T-Mobile USA bietet nach eigenen Angaben 66,15 Millionen Stammaktien zum Verkauf an. Mit dem Erlös aus der Platzierung will der Mobilfunkanbieter unter anderem Frequenzen erwerben.

Zum gegenwärtigen Aktienkurs von knapp 27 Dollar würde T-Mobile USA einschließlich zusätzlicher Aktien für die Konsortialbanken rund zwei Milliarden Dollar einnehmen.

Die Deutsche Telekom zieht bei einer Kapitalerhöhung nicht mit und verringert damit ihren Anteil. Die Beteiligung gehe mit der Aktienplatzierung auf 67 Prozent von derzeit 74 Prozent zurück, teilte die Telekom am Montag mit.

Anleger reagierten verschnupft auf die Pläne: Die Aktien gaben in New York rund drei Prozent nach. T-Mobile USA bietet bis zu 72,8 Millionen neue Aktien an, wie das Unternehmen am Montag am Sitz in Bellevue mitteilte.

Die größten Mobilfunker der Welt

Platz 1

China Mobile

Umsatz: 92,3 Milliarden Euro
Mobilfunkverbindungen: 790,6 Millionen

Platz 2

Vodafone Group (Großbritannien)

Umsatz: 58,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 435,9 Millionen

Platz 5

América Móvil Group (Mexiko)

Umsatz: 35,5 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 266,9 Millionen

Platz 6

Telefónica Group (Spanien)

Umsatz: 42,0 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 249,4 Millionen

Platz 3

China Unicorn

Umsatz: 29,9 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 295,0 Millionen

Platz 6

Verizon Wireless (USA)

Mobilfunkverbindungen: 114,5 Millionen (+ 5 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 65 Milliarden Dollar (+ 7 Prozent)

Platz 7

VimpelCom Group (Niederlande)

Umsatz: 15,8 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 218,2 Millionen

Platz 8

Orange Group (Frankreich)

Umsatz: 22,4 Milliarden Euro
Mobilfunkanschlüsse: 184,6 Millionen

Platz 9

Bharti Airtel Group (Indien)

Mobilfunkverbindungen: 259,8 Millionen (+ 7 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 12,6 Milliarden Dollar (+ 6 Prozent)

Platz 10

AT&T Mobility (USA)

Mobilfunkverbindungen: 107,3 Millionen (+ 3 Prozent)

Mobilfunkumsatz: 59,7 Milliarden Dollar (+ 4 Prozent)

Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom landet auf Platz 12 mit 111 Millionen Kunden und einem Mobilfunkumsatz in Höhe von 33,37 Milliarden Dollar (minus drei Prozent).

T-Mobile USA greift die größeren amerikanischen Mobilfunker Verizon und AT&T mit einfachen und vergleichsweise günstigen Tarifen an. Damit konnte der Anbieter zuletzt deutlich an Kunden gewinnen. Allerdings muss das Netz ausgebaut werden, was viel Geld kostet.

Der Bonner Konzern hatte im Mai seinen amerikanischen Ableger T-Mobile USA mit dem Regionalanbieter MetroPCS zusammengelegt, um auf dem Markt endlich eine kritische Größe zu gewinnen.

Nach jahrelangem Niedergang kam T-Mobile USA jüngst wieder auf die Beine: Im zweiten Quartal konnte der viertgrößten US-Mobilfunker scharenweise neue Abonnenten locken. Der Ausbau des einst löcherigen Handynetzes und die Einführung des iPhones, das der Telekom-Ableger nach großer Verspätung erst seit April anbietet, brachten die Wende

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