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05.10.2012

13:04 Uhr

Neue Funktion

Facebook will mit Geschenken Geld verdienen

VonTina Halberschmidt

Mit „Facebook Gifts“ will Mark Zuckerberg einen eigenen Geschenke-Dienst etablieren, mit dem sich Facebook-Freunde Waren zusenden können. Damit könnte das Netzwerk sogar Amazon ernsthaft Konkurrenz machen.

Werbung für die neue Innovation „Facebook Gifts“ (Screenshot).

Werbung für die neue Innovation „Facebook Gifts“ (Screenshot).

DüsseldorfDie Anleger sind enttäuscht, so mancher Nutzer findet Facebook so „sexy wie ein Telefonbuch“, und ein echtes Konzept zur Monetarisierung der Nutzermassen fehlte – zumindest bislang. Denn mit einer neuen Funktion, die Facebook derzeit in den USA testet, könnten Mark Zuckerberg in Zukunft wirklich Geld verdienen.

Nachdem Facebook seinen ersten Geschenke-Shop vor zwei Jahren geschlossen hat, wird mit den neuen „Facebook Gifts“ ein neuer Versuch gestartet, im Bereich des E-Commerce Fuß zu fassen. Tatsächlich klingt die jüngste Innovation des sozialen Netzwerks vielversprechender als so manch andere Neuerung.

Ob Geburtstag, Umzug oder Jobwechsel – zu zahlreichen Anlässen hinterlassen sich Facebook-Freunde schon heute nette Sprüche und gut gemeinte Wünsche an ihren Pinnwänden. In Zukunft sollen sie sich zudem kleine und große reale Geschenke, die so genannte "Facebook-Gifts" machen können. Dazu müssen sie die blau-weiße Facebook-Welt noch nicht einmal verlassen. Denn die guten Gaben können ganz einfach via Facebook ausgesucht, bestellt, verschickt und bezahlt werden.  

Die bekanntesten Ebay Betrügereien

Verpackungsverkäufer

Verkäufer bei Ebay haben eine neue Masche. Sie verkaufen nur die Verpackung eines Produkts. Dabei wird z.B. ein Notebook neben einer Originalverpackung (OVP) auf dem Bild dargestellt. Erst in der Beschreibung wird deutlich, dass nur für die OVP geboten wird. Ein teurer Spaß, denn der Verkäufer ist im Recht. Deshalb: Die Beschreibung immer zu Ende lesen, auf Kleingedrucktes achten und bei Wörtern wie „nur“, „ein Foto von“ und „lediglich“ hellhörig werden.

Mega-Versandkosten

Manche Anbieter stellen ein Produkt deutlich günstiger als andere Teilnehmer ins Netz. Sie können bei dem Preis unschlagbar tief gehen, weil die Versandkosten unverhältnismäßig hoch sind. So werden z.B. Abendkleider zu einem Euro angeboten - die Versandkosten betragen dann aber 120 Euro oder mehr. Der Grund: Das Produkt erscheint bei der Suche der günstigsten Produkte immer oben in der Suche. Außerdem hängt die Verkaufsprovision, die vom Verkäufer an Ebay gezahlt werden muss, von der Höhe des Verkaufspreises ab, nicht von den Versandkosten. Die Provision beträgt zurzeit neun Prozent.

Der Freunde-Bonus

Manchmal bietet man sich bei Ebay regelrecht ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem anderen Bieter. Plötzlich steigt dieser aus. Bei anderen Anbietern bietet er für das Produkt nicht. Hier könnte es sich um einen Freund des Verkäufers handeln, der auf Wunsch des Verkäufers mitgeboten hat, um den Preis in die Höhe zu treiben. Ab dem erwünschten Wert steigt er einfach aus. Selbst wenn der Freund der Höchstbietende ist, nimmt der Verkäufer das Angebot einfach aus dem Netz und klärt dies „privat“. Diese Technik ist zwar laut AGB verboten, aber trotzdem weit verbreitet. Ebay profitiert jedenfalls davon: je höher der Kaufpreis, desto höher die Provision, die Ebay kassiert.

Ich bin mein eigener Kunde

Der gleiche Trick funktioniert auch ohne Freunde. Man erstellt sich mit verschiedenen E-Mailadressen mehrere Accounts bei Ebay und bietet bei sich selbst mit und treibt den Preis dadurch in die Höhe. Verboten, aber durchaus nicht schwer umzusetzen.

Selbstlob

Selbstlob stinkt, aber nicht bei Ebay. Auf der Plattform bringen positive Bewertungen nämlich Vertrauen und mehr potenzielle Käufer. Der Ablauf: der Verkäufer erstellt sich verschiedene Accounts bei Ebay und kauft bei sich selbst Kleingkeiten oder Dinge, die gar nicht existieren. Dabei fallen zwar minimale Gebühren an, doch der Aufwand lohnt sich: positive Bewertungen bei Ebay sind die Währung der Auktionsplattform.

Abibas

Auf den ersten Blick vielleicht ein Tippfehler. Auf den zweiten Blick eine Fälschung, die mit der Hoffnung angeboten wird, jemand halte das Produkt für ein Original. Schuhe mit vier Streifen und der Aufschrift Abibas sind deshalb nur ein billiges Plagiat. Der Käufer sollte nicht darauf vertrauen, dass sich der Verkäufer nur „vertippt“ hat. Gefälschte Rolex-Uhren wurden z.B. über Ebay verkauft und ausnahmsweise hatte auch eine Klage gegen Ebay selbst Erfolg. Allerdings musste Ebay nicht Schadensersatz leisten, sondern wurde auf Unterlassung verklagt.

Gekaufte Accounts

Einige Betrüger wollen sich nicht die Mühe machen sich ein vertrauenswürdiges Profil zu erarbeiten. Stattdessen wählen sie ein Abkürzung: sie bieten einem Nutzer, der schon länger dabei ist und positive Bewertungen hat an, seinen Account abzukaufen. Die Betrüger bieten dann z.B. 50 - 300 Euro für ein Nutzerprofil. Der Profilveräußerer denkt sich meist nichts böses, da der Betrüger vorgibt er sei nur auf der Durchreise und wolle schnell auf paar Dinge verkaufen. Käufer ersteigern dann bei dem Account Artikel, die nie geliefert werden, wenden sich dann an den Veräußerer des Profils, bei dem in der Regel nichts zu holen ist. Manchen wird auch angeboten ihr Bankkonto für kurze Zeit zur Verfügung zu stellen.

Geklaute Accounts

Wenn Betrüger es durch einen Trojaner oder auf andere Weise geschafft haben das Passwort des E-Mail-Kontos zu erhaschen, wird es besonders gefährlich. Dann melden nämlich die Betrüger bei Ebay, dass sie das Passwort des Ebay-Accounts vergessen haben und bekommen das Passwort dann per E-Mail zugeschickt. Das Opfer merkt zwar, dass mit dem E-Mail-Fach etwas nicht stimmt, dass bei Ebay aber der Account missbraucht wird, erfährt es leider erst viel später wenn es schon zu spät ist.

„Bitte erneut anmelden“

Ein weiterer Trick funktioniert über E-Mail. Dem Ebay-Nutzer wird eine E-Mail geschickt in der ihm mitgeteilt wird, dass er seine Daten neu eingeben solle, weil die „Nutzungslizenz“ angeblich abgelaufen sei. Das Formular, das ausgefüllt werden soll, führt in der Regel zu einer Datenbank der Betrüger, die Passwörter und Accountnamen der Nutzer sammeln und diese dann missbrauchen.

Konkret soll das so funktionieren: Im eigenen Profil erscheint neben der Mitteilung, dass Freund xy heute Geburtstag hat, die Aufforderung, xy doch ein Geschenk zu machen. Wer auf „Give him / her a gift“ klickt, wird automatisch in einen Facebook-Online-Shop geleitet, in dem zum Anlass passende Geschenke angezeigt werden, darunter Star-Wars-Figuren, Eiskaffee in exklusiven Flaschen, Stofftiere oder Cupcakes, kleine Törtchen, momentan der neueste Trend bei Backwaren.

Bezahlt wird per Kreditkarte, entweder sofort oder in dem Moment, in dem der Empfänger das Geschenk per Mausklick angenommen hat. Gleichzeitig erhält der Beschenkte eine Nachricht und kann sich die Ware an die eigene Adresse schicken lassen, wenn er diese eingibt.

Für seine „Gifts“ arbeitet Facebook in den USA mit ausgewählten Handelspartnern zusammen. Jede Firma, die Interesse an einer Partnerschaft mit Facebook hat, kann sich über einen Link bewerben. Derzeit kooperiert unter anderem der amerikanische Eis-Hersteller „Jeni´s“ mit dem sozialen Netzwerk. Facebook ist an jedem verkauften Produkt beteiligt.

Facebook: Chancen endlich richtig nutzen

Video: Facebook: Chancen endlich richtig nutzen

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Kommentare (5)

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Account gelöscht!

05.10.2012, 13:36 Uhr

Ja, ein "bedruckter Duschvorhang im Facebook-Design, auf dem eine ausgewählte Chronik meiner Freunde aufgedruckt ist"...wer wartet auf sowas nicht???

Account gelöscht!

05.10.2012, 13:37 Uhr

Ja, ein "bedruckter Duschvorhang im Facebook-Design, auf dem eine ausgewählte Chronik meiner Freunde aufgedruckt ist", wer hat darauf nicht gewartet???

Handelsblatt-Leser

05.10.2012, 14:13 Uhr

Das Potential ist da und es ist groß denke ich. Produktempfehlungen von Freunden, Fotos mit Produktlinks, etc. da ist viel vorstellbar ... Und wenn Facebook bei jedem Verkauf beteiligt ist könnte das zu einer rießigen Social-E-Commerce Plattform werden. Ich teile die Einschätzungen der Autoren des Arikel.

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