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23.04.2015

17:11 Uhr

Neue Organisation

Telekom Austria spart im Osten

Das Südosteuropageschäft von Telekom Austria wird zusammengefasst. Das bestätigte das Unternehmen am Donnerstag. Mit der organisatorischen Neuordnung will der Konzern vor allem eins: Geld sparen.

Telekom Austria schließt seine Südosteuropa-Geschäfte zusammen. Reuters

Telekom Austria schließt seine Südosteuropa-Geschäfte zusammen.

WienDie Telekom Austria will mit einer organisatorischen Neuordnung ihres Südosteuropa-Geschäfts Geld sparen. Ab Mai sollen die Töchter in Kroatien und Mazedonien sowie in Serbien und Slowenien zu jeweils einer Einheit zusammengefasst werden, bestätigte ein Telekom-Sprecher am Donnerstag Medienberichte. Die Firmennamen blieben bestehen. Allerdings sinke die Zahl der Topmanager in den Ländern auf insgesamt acht von davor zwölf. Die Höhe der Kosteneinsparungen bezifferte der Sprecher nicht.

Die Telekom Austria gehört mehrheitlich dem Mobilfunkkonzern America Movil des mexikanischen Milliardärs Carlos Slim. Dieser will mit einem Sparprogramm die Renditen des österreichischen Marktführers steigern. Die Maßnahmen zeigen bereits Wirkung: Im ersten Quartal stieg der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) um knapp sechs Prozent.

Fakten zur Telekom

Spitzenreiter in Europa

Die Deutsche Telekom ist mit einem Jahresumsatz von über 60 Milliarden Euro eines der größten europäische Telekommunikationsunternehmen. Der Konzern beschäftigt rund 220.000 Mitarbeiter. Größte Tochter mit mehr als 22 Milliarden Euro Umsatz ist Telekom Deutschland. Außerdem ist die Deutsche Telekom in 12 weiteren Ländern vertreten.

Ein Erbe der Bundespost

Hervorgegangen ist der Konzern aus der Deutschen Bundespost. Um das Staatsunternehmen wettbewerbsfähig zu machen, wurde es von 1990 an in die Geschäftsbereiche Telekom, Postdienst und Postbank aufgeteilt und schrittweise privatisiert. Seit 1995 ist die Deutsche Telekom eine Aktiengesellschaft.

Ein Global Player ...

Der erste Vorstandsvorsitzende Ron Sommer versuchte, den ehemaligen Staatsbetrieb mit Zukäufen in aller Welt zum „Global Player“ zu machen. Heute ist die Deutsche Telekom in 50 Ländern vertreten und erlöst mehr als die Hälfte ihres Umsatzes im Ausland.

... mit Hoffnung auf die USA

T-Mobile US tat sich gegen die Marktführer AT&T und Verizon lange schwer. Seit dem Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS und unter der Führung des CEOs John Legere, ist die Kundenzahl wieder deutlich gewachsen, der Umsatz ebenso. Allerdings stehen auch hohe Investitionen an.

AG mit Staatsbeteiligung

Bei mehreren Börsengängen nahm die Telekom Milliarden ein. Dennoch ist der Staat immer noch beteiligt: Die Staatsbank KfW und der Bund halten zusammen 31,7 Prozent der Anteile. Der Anteil der einst hofierten Privatanleger ist auf unter 15 Prozent gefallen, den Rest halten institutionelle Anleger.

Von

rtr

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