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12.01.2008

13:09 Uhr

Neuer Mehrheitseigner

Kein rigides Sparprogramm im Süddeutschen Verlag

Neue Eigentümer in Unternehmen machen oft erste Schlagzeilen mit einschneidenden Sparmaßnahmen. Nicht so im Süddeutschen Verlag. Der neue Mehrheitseigner, die Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH), will den Verlag mit seinem Aushängeschild "Süddeutsche Zeitung" offenbar schonen.

HB MÜNCHEN. "Der Kaufpreis, den wir bezahlt haben, rechnet sich mit der Rendite, die zurzeit erwirtschaftet wird", sagte der Geschäftsführer des neuen Mehrheitsgesellschafters Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH), Richard Rebmann, dem Magazin "Der Spiegel". Die SWMH plant nach Worten von Rebmann nicht, die Rendite des Süddeutschen Verlags durch ein rabiates Sparprogramm in die Höhe zu schrauben.

Die SWMH hatte sich im Dezember mit den Eigentümer-Familien des Süddeutschen Verlags Goldschagg, von Seidlein, Schwingenstein und Dürrmeier geeinigt und wird deren Anteile von insgesamt 62,5 Prozent übernehmen. Zusammen mit den bereits vorhandenen Anteilen hält die SWMH dann 81,25 Prozent der Anteile. Die übrigen sind im Besitz der Familie Friedmann, die den Verkauf ihrer Anteile von Anfang an abgelehnt hatte.

"Wir haben absolut nicht vor, die eingeschlagene Strategie der letzten Jahre zu ändern", kündigte Rebmann an. Synergien wolle man behutsam realisieren, etwa zwischen den Verlagen in Stuttgart und München. In den Redaktionen solle jedoch nicht rationalisiert werden. Die "Süddeutsche Zeitung" ist mit einer Auflage von 431 500 Exemplaren in Deutschland Marktführer unter den überregionalen Blättern.

Über eine Sonntagszeitung der "Süddeutschen Zeitung" ist noch keine Entscheidung gefallen. Es gebe ein sehr gutes Konzept. "Das ist aber leider schon fast ein Jahr alt. Wir müssen erst prüfen, ob es so noch in den Markt passt", sagte Rebmann.

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