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22.01.2013

14:35 Uhr

Neuer Speicherdienst

Kim Dotcom entschuldigt sich für Mega-Stolperer

Der Start des neuen Speicherdienstes von Kim Dotcom verläuft nur holprig. Der deutschstämmige Unternehmer entschuldigt sich per Twitter: Wegen des großen Interesses sei die Website überlastet.

Der neue Speicherdienst Mega hatte Startschwierigkeiten. AFP

Der neue Speicherdienst Mega hatte Startschwierigkeiten.

WellingtonDer Start des neuen Internet-Speicherdienstes Mega von Kim Schmitz alias Dotcom verläuft ziemlich holprig. Der Deutsche entschuldigte sich am Dienstag per Twitter bei den Nutzern für die Anlaufschwierigkeiten seines neuen Dienstes. Grund sei das riesige Interesse weltweit an Mega: Die Seite sei einfach überlastet.

„Die massive weltweite Berichterstattung über den Start von #Mega ist einfach zu groß für unser Start-up. Ich entschuldige mich für die schlechte Service-Qualität.“ Sein Team arbeite „rund um die Uhr“ und werde die Anlaufschwierigkeiten binnen 48 Stunden beheben, erklärte Dotcom.

Kim Dotcom und die Schließung von Megaupload

Januar 2012

19.1. Die US-Behörden werfen Megaupload massive Urheberrechtsverletzungen vor und veranlassen, dass die Website vom Netz genommen wird.

20.1. Polizisten durchsuchen das Anwesen von Megaupload-Gründer Kim Dotcom (ehemals Kim Schmitz) in Coatesvilla nördlich der neuseeländischen Stadt Auckland und nehmen diesen, zwei weitere Deutsche und einen Niederländer fest. Die US-Justiz verlangt die Auslieferung der Beschuldigten. Beschlagnahmt werden Gegenstände und Geld im Wert von umgerechnet 3,7 Millionen Euro. Aus Protest legen Hacker aus dem Umfeld der Anonymous-Bewegung Webseiten des FBI, des US-Justizministeriums und der Musikindustrie lahm.

21.1. Zollfahnder durchsuchen Büros und Luxushotels in Hongkong.

25.1. Ein Richter in Wellington lehnt eine Freilassung Dotcoms gegen Zahlung einer Kaution ab und begründet dies mit erhöhter Fluchtgefahr.

26.1. Zwei führende Mitarbeiter von Megaupload, ein Deutscher und ein Niederländer, kommen gegen Zahlung einer Kaution frei.

30.1. Die US-Staatsanwaltschaft kündigt die Löschung der Megaupload-Daten in den Rechenzentren von IT-Dienstleistern an.

Februar 2012

3.2. Ein Richter in Auckland bestätigt die Entscheidung, dass Dotcom weiter in Haft bleiben soll.

15.2. Auch der zweite deutsche Megaupload-Mitarbeiter wird gegen Zahlung einer Kaution freigelassen.

22.2. Kim Dotcom wird nach einmonatiger Haft gegen Zahlung einer Kaution freigelassen. Der Richter verhängt strenge Auflagen für einen Hausarrest.

März 2012

22.3. Ein Richter räumt Dotcom die Möglichkeit ein, monatlich auf eine begrenzte Menge Geld aus seinem Vermögen zuzugreifen und erlaubt ihm die Nutzung eines Autos.

April 2012

2.4. Die Bedingungen für den Hausarrest werden weiter gelockert, Dotcom darf nun auch wieder das Internet nutzen.

Juni 2012

28.6. Das Oberste Gericht in Neuseeland erklärt die Razzia auf dem Megaupload-Anwesen für rechtswidrig. Der Durchsuchungsbeschluss gegen Dotcom sei zu allgemein formuliert und damit ungültig gewesen.

Juli 2012

10.7. Die neuseeländische Justiz verschiebt den im August geplanten Termin für eine erste Anhörung zum Auslieferungsantrag der USA auf 2013.

18.7. Nach einer kritischen Äußerung zu den USA gibt der zuständige Richter im Auslieferungsverfahren, David Harvey, den Fall ab.

August 2012

29.8. Dotcom erhält einen Teil seines konfiszierten Vermögens zurück.

September 2012

25.9. Gerichtsdokumente belegen, dass Dotcom vor seiner Festnahme Ziel einer illegalen Abhöraktion des neuseeländischen Geheimdienstes GCSB war. Für den Einsatz gegen einen Ausländer mit Aufenthaltsgenehmigung gab es keine rechtliche Grundlage.

27.9. Der neuseeländische Ministerpräsident John Key entschuldigt sich bei Dotcom wegen der illegalen Abhöraktion des Geheimdienstes.

26.9. Dotcom kündigt in einem YouTube-Video einen neuartigen Internet-Musikdienst mit dem Namen Megabox an.

Dezember 2012

6.12. Eine Richterin räumt Dotcom das Recht ein, den Geheimdienst wegen der illegalen Abhöraktion auf Schadenersatz zu verklagen.

Schmitz hatte den neuen Speicherdienst Mega am Sonntag mit großem Pomp gestartet, dem Jahrestag seiner Festnahme in Neuseeland. Der gebürtige Deutsche war am 20. Januar 2012 verhaftet worden, weil ihm die USA vorwerfen, mit seinem Dienst Megaupload illegale Raubkopien verbreitet zu haben. Er kam gegen Kaution auf freien Fuß. Die USA verlangen seine Auslieferung. Eine Anhörung soll im August stattfinden.

Die neue Plattform Mega soll über ein ausgeklügeltes Verschlüsselungssystem verfügen, so dass zwar die Nutzer, nicht aber die Betreiber der Seite wissen, welche Daten die Nutzer speichern und weitergeben. Theoretisch könnten so die Betreiber nicht für illegale Kopien verantwortlich gemacht werden. Schmitz hatte am Sonntag gesagt, die neue Seite sei bereits von einer Million Menschen angeklickt worden; eine halbe Million hätten sich registriert. Neue Nutzerzahlen nannte er am Dienstag nicht.

Kurios, Kurioser, Kim Dotcoms Leben auf Video

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afp

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