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01.08.2013

18:09 Uhr

Neues Angebot des Bezahlsenders

Sky macht „Bild plus“ Konkurrenz

Für eine Weile sah es so aus, als würde „Bild plus“ die Herzen von Bundesliga-Fans höherschlagen lassen können. Mit einem neuen Angebot macht Sky Deutschland dem Angebot nun Konkurrenz – zumindest teilweise.

Das Sky-Logo in einem Stadion: Auch Nicht-Abonnenten können bald Ausschnitte aus Bundesliga-Spielen per App anschauen. dpa

Das Sky-Logo in einem Stadion: Auch Nicht-Abonnenten können bald Ausschnitte aus Bundesliga-Spielen per App anschauen.

MünchenDer Bezahlsender Sky Deutschland zeigt künftig auch Nicht-Abonnenten gegen monatliche Gebühr Sky Sport News HD auf mobilen Geräten wie Smartphones. Wie der Konzern am Donnerstag in München mitteilte, können Nutzer mit einer kostenlosen App für monatlich 4,49 Euro den Live-Stream des Senders schauen. Dazu kommt eine Mediathek mit Beiträgen, Datenbanken zu Fußball und anderen Sportarten.

Wegen der Möglichkeit, so die aktuellen Spielzusammenfassungen der Bundesliga-Spieltage des Senders zu sehen, könnte das Angebot einem am 5. August startendem Projekt von Axel Springer teilweise Konkurrenz machen.

Dort können Kunden des kostenpflichtigen „Bild plus“-Angebots unter dem Label „Bundesliga bei Bild“ für 2,99 Euro sogenannte Highlight-Zusammenfassungen der Spiele in kurzen und langen Versionen abrufen - allerdings erst eine Stunde nach Abpfiff. Auf diese Form der Darstellung habe Springer ein exklusives Recht, sagte eine Sprecherin des Medienhauses.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Nach Angaben eines Sky-Sprechers sind beide Angebote nicht zu vergleichen. Die Zusammenfassungen der Sky-App seien deutlich kürzer, gehe ein Spiel 0:0 aus, sei es auch möglich, dass gar keine Bilder zu sehen sind. Der App-Benutzer könne sich auch nicht das Spiel seiner Wahl aussuchen - ein wesentlicher Punkt des Bild.de-Angebots - sondern müsse dem Sky Livestream folgen.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) nahm auch dazu am Donnerstag Stellung. „Die jeweiligen Berechtigungen der Lizenznehmer sind in den unterschiedlichen Rechtepaketen klar geregelt“, wie es in einer Mitteilung hieß. „Es gibt keine vertragliche Grundlage, auf deren Basis Sky vor oder nach Axel Springer ein identisches Produkt - on demand einzeln abrufbare Pay-Highlight-Clips der Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga - anbieten könnte.“

Neben der Konkurrenz zum Angebot von „Bild plus“ geht Sky Deutschland mit der App vor allem auf Kundenfang - und dürfte darauf hoffen, dass die Hürde für den Abschluss eines richtigen Abos deutlich sinkt. Live-Spiele oder andere Programme von Sky sind über die zunächst für Apple-Geräte verfügbare App nicht zu sehen. Später soll die Anwendung auch für andere mobile Plattformen verfügbar sein.

Von

dpa

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