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14.05.2013

17:59 Uhr

Neues Modell

Blackberry stellt Spar-Smartphone vor

Der um seine Zukunft kämpfende Smartphone-Pionier Blackberry wirbt verstärkt um sparsamere Kunden. Das dritte Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 kommt im Juli und soll in Schwellenländern punkten.

Das neue Blackberry Z10: Mit dem Q5 kommt ein billigeres Einsteiger-Smartphone. dpa

Das neue Blackberry Z10: Mit dem Q5 kommt ein billigeres Einsteiger-Smartphone.

OrlandoBlackberry erweitert seine aufgefrischte Modellpalette um ein günstigeres Einsteiger-Gerät. Das Q5 besitzt die typische Tastatur und zielt vor allem auf Kunden in Schwellenländern. Auch in ausgesuchten europäischen Märkten wird es angeboten werden. „Ich bin mir sicher: Es wird ein großer Erfolg“, sagte der aus Deutschland stammende Firmenchef Thorsten Heins bei der Vorstellung auf der Blackberry-Entwicklerkonferenz am Dienstag in Orlando. Es ist das dritte Smartphone mit dem neuen Betriebssystem Blackberry 10 und erscheint im Juli.

Während Blackberry vor allem in den USA weit hinter Rivalen wie Apple oder Samsung zurückgefallen ist, hat das Unternehmen in Schwellenländern etwa in Asien oder auch in Großbritannien noch eine große Fangemeinde.

Die größten Handyhersteller

Markt im Wandel

Der Handy-Markt ist im Umbruch: Smartphones verdrängen einfache Mobiltelefone, Samsung gelingt es am besten, sich auf diesen Trend einzustellen. Dagegen kommt kein anderer an – weder Nokia, die einstige Nummer 1, noch Apple mit seinem iPhone.

Samsung

Samsung ist inzwischen mit deutlichem Abstand die Nummer 1: Der südkoreanische Hersteller verkaufte im dritten Quartal 2012 knapp 98 Millionen Geräte, wie der Marktforscher Gartner berichtet. Das entspricht einem Marktanteil von 22,9 Prozent. Auch im lukrativen Smartphone-Markt ist der Konzern gut aufgestellt, er setzte 55 Millionen Geräte ab.

Nokia

Der einstige Weltmarktführer Nokia lässt Federn. Im dritten Quartal 2012 verkaufte er nur noch 82 Millionen Handys (19,2 Prozent Marktanteil). Im Vorjahreszeitraum waren es noch mehr als 105 Millionen Geräte. Darunter waren laut Gartner aber nur 7,2 Millionen Smartphones, die deutlich mehr abwerfen als die Günstig-Handys.

Apple

Apple verkaufte im dritten Quartal 23,6 Millionen Smartphones, ein deutlicher Zuwachs von mehr als 36 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im Handymarkt hält Apple 5,5 Prozent Marktanteil, im lukrativen Smartphone-Markt sogar 13,9 Prozent.

Research in Motion

Der Blackberry-Hersteller Research in Motion steckt ebenso wie Nokia tief in der Krise. Die Kanadier setzten im dritten Quartal 2012 rund 9 Millionen ihrer E-Mail-Maschinen ab, rund ein Drittel weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil bei den Handys ist auf 2,1 Prozent geschrumpft, bei den Smartphones sind es immerhin noch 5,3 Prozent.

Sonstige

Der Handymarkt ist schwer umkämpft, Traditionsunternehmen wie Aufsteiger buhlen um die Gunst der Käufer. Der chinesische Hersteller ZTE verkaufte im dritten Quartal 16,7 Millionen Geräte (3,9 Prozent Marktanteil), Huawei 12 Millionen Handys (2,8 Prozent). LG wurde 14 Millionen Geräte los (3,3 Prozent), die Google-Tochter Motorola 8,6 Millionen (2 Prozent), dicht gefolgt von HTC mit 8,4 Millionen.

Zu Jahresbeginn hatte der kanadische Konzern mit dem Z10 das erste Smartphone mit dem neuen hoffnungsvollen Betriebssystem Blackberry 10 herausgebracht. Das Gerät besitzt einen reinen Touchscreen. In diesen Tagen beginnt die Auslieferung des schon länger angekündigten Q10 mit Tastatur.

Das jetzt vorgestellte Q5 wird es in den Farben rot, schwarz, weiß und pink geben. Damit richtet sich das Telefon eher an Einsteiger und weniger an Geschäftskunden, die Blackberry mit seinen teureren Modellen anspricht.

Parallel erscheint ein erstes Software-Update für das Z10 mit einigen Verbesserungen: Blackberry 10.1. Damit einher geht die Verfügbarkeit des beliebten Internettelefonie-Dienstes Skype auf den Smartphones. Insgesamt gebe es mittlerweile 120.000 Apps für das neue Betriebssystem, sagte Heins.

Von

dpa

Kommentare (1)

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EpsilonAlpha

11.07.2013, 02:21 Uhr

Wenigstens hat dieses Gerät WLAN integriert, dies war beim Storm eine fatale Fehlentscheidung seitens RIM!

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