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04.06.2012

14:21 Uhr

Neues Online-Angebot

Privatsender attackieren „Tageswebschau“ der ARD

VonHans-Peter Siebenhaar

Die ARD weitet ihr Angebot im Netz immer mehr aus: Nun soll eine „Tageswebschau“ junge Online-Nutzer ködern. Die private Konkurrenz tobt. Sie sieht den Rundfunkstaatsvertrag verletzt.

Screenshot der „Tageswebschau“. Radio Bremen, Foto Martin von Minden

Screenshot der „Tageswebschau“.

DüsseldorfDie am Montag gestartete Testphase der „Tageswebschau“ der ARD stößt bei den Privatsendern auf Unmut. Der Branchenverband VPRT fordert einen Drei-Stufen-Test für das umstrittene Zusatzangebot für junge Zuschauer im Internet. „Wir fordern einen Drei-Stufen-Test für die Tageswebschau, um zu prüfen ob das neue Angebot legitim ist. Außerdem werden dadurch die Kosten für den Gebührenzahler transparent“, sagte VPRT-Geschäftsführer Claus Grewenig dem Handelsblatt. Das aufwändige Verfahren soll klären, ob neue Online-Angebote überhaupt mit dem Rundfunkstaatsvertrag zu vereinbaren sind.

Die „Tageswebschau“ ist ein Online-Ableger der seit knapp 60 Jahren bestehenden ARD-Nachrichtensendung „Tagesschau“. Erst vor wenigen Wochen hat das Erste den 24-Stunden-Nachrichten-Kanal „Tagesschau 24“ aus der Taufe gehoben. Bei der „Tageswebschau“ werden nach ARD-Angaben in Kurzbeiträgen die wichtigsten Nachrichten für den jungen Online-Nutzer aufbereitet. Für das Projekt wurde ein eigener Media-Player entwickelt.

„Die ,Tageswebschau‘ ist keine Marketingmaßnahme“, sagte ARD-Aktuell-Chefredakteur Kai Gniffke. Es sei ein echtes Nachrichtenangebot. Vor allem Themen, die im Internet verstärkt diskutiert werden, sollen dort redaktionell umgesetzt werden. Das Angebot durchläuft nun eine halbjährliche Testphase, die von den ARD-Anstalten Hessischer Rundfunk, Radio Bremen und Norddeutscher Rundfunk organisiert wird. Nach drei Monaten wird die Testphase von der Universität Bremen evaluiert.

Die Privatsender kritisieren das zusätzliche Angebot scharf. „Es gibt ein perfides Legitimations-System. Mit einem neuen Nachrichtenkanal wie , Tagesschau 24‘ werden dann immer neue Online-Informationsangebote gerechtfertigt“, rügt Grewenig. Der Verband vertritt Sendergrupppen wie RTL und Pro Sieben Sat 1.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

04.06.2012, 14:37 Uhr

ARD, ZDF und Co....Sender die absolut nichts bieten und die man automatisch "abonniert" hat, ob man will oder nicht. Den gehört normal längst der A.... aufgerissen. Aber naja, der deutsche Depp zahlt ja schön weiter....wie bei allem eben.

grundgesetz

04.06.2012, 14:48 Uhr

sorry,ard und zdf und co. sind mir allemal lieber,als die ihren werbeeinnahmen hinterher berichtenden,hechelnden und schleimenden privatsender,die auch vor den größten und dümmsten lügen nicht zurückschrecken

privatfernsehen produziert deppen ,deshalb sind mir die öffentlichrechtlichen die pflichteuros wert.

MarkusNowatzki

04.06.2012, 15:31 Uhr

@karstenberwanger
A) Der Rundfunkauftrag steht so im Grundgesetz. Wenn es Ihnen nicht passt, dann wandern Sie aus!
B) Ich zahle die Rundfunkgebühr auch für internetfähige Rechner, deshalb möchte ich auch ein entsprechendes Angebot im Internet.
C) Ich finde es im Gegenteil zum Kotzen, dass alles nach 7 Tagen gelöscht werden muss, siehe ...

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