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06.02.2014

18:29 Uhr

New York Times

Online-Werbung läuft wieder besser

Die „New York Times“ hat 2013 im Online-Geschäft den besten Anzeigenumsatz seit drei Jahren erzielt – und kann damit den Abwärtstrend bremsen. In der Printausgabe hingegen setzt sich die Talfahrt fort.

Eine Ausgabe der International New York Times: Der Gesamtumsatz des Verlagshauses sank im Schlussquartal um 5,2 Prozent auf knapp 444 Millionen Dollar. dpa

Eine Ausgabe der International New York Times: Der Gesamtumsatz des Verlagshauses sank im Schlussquartal um 5,2 Prozent auf knapp 444 Millionen Dollar.

New YorkDie „New York Times“ hat den Abwärtstrend im Online-Anzeigengeschäft gebremst. Der Werbeumsatz ging dort im vierten Quartal im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 0,2 Prozent zurück, wie das gleichnamige Verlagshaus am Donnerstag mitteilte. Im dritten Quartal 2013 hatte das Minus noch 3,4 Prozent betragen.

Das Blatt gilt als Vorreiter für kostenpflichtige Internet-Inhalte, bekam aber zuletzt besonders stark den Preiskampf bei Online-Werbung zu spüren. Nun erzielte die Zeitung laut Chef Mark Thompson insgesamt den besten Anzeigenumsatz seit drei Jahren. In der klassischen Printausgabe setzte sich die Talfahrt mit einem Minus von 1,6 Prozent aber weiter fort.

Auch der Gesamtumsatz des Verlagshauses sank im Schlussquartal um 5,2 Prozent auf knapp 444 Millionen Dollar. Doch damit schlug es sich besser als von Analysten erwartet (441 Millionen). Zudem kommt die Zeitung mit ihren Digital-Abos voran.

Die größten Medienkonzerne der Welt (nach Umsatz 2012)

Comcast/NBC, LLC

48,7 Milliarden Euro

Google

39,1 Milliarden Euro

Walt Disney

32,9 Milliarden Euro

News Corp.

26,2 Milliarden Euro

Time Warner

22,4 Milliarden Euro

Viacom/CBS Corp.

22,4 Milliarden Euro

Sony Entertainment

16,8 Milliarden Euro

Bertelsmann

16,1 Milliarden Euro

Vivendi

13,3 Milliarden Euro

Dish Network Corp.

11,1 Milliarden Euro

Rang 11 bis 20

Cox Enterprises 10,6 Milliarden Euro

Thomson Reuters 10 Milliarden Euro

Rogers Comm. 9,7 Milliarden Euro

Liberty Media Corp. 9,4 Milliarden Euro

Reed Elsevier 7,5 Milliarden Euro

Pearson 7,5 Milliarden Euro

Lagardère Media 7,4 Milliarden Euro

Nippon Hoso Kyokai 6,4 Milliarden Euro

ARD 6,3 Milliarden Euro

Bloomberg 6,2 Milliarden Euro

Quelle: Unternehmen

Sie hatte unter dem Druck der Einnahmenflaute im Werbegeschäft neue Online-Abonnements auf den Weg gebracht, was sich nun auszahlt. Der Umsatz aus reinen Internet-Abos schnellte im vierten Quartal 13,7 Prozent in die Höhe auf 39,1 Millionen Dollar. Insgesamt legten die Abo-Einnahmen 2,7 Prozent auf 207,6 Millionen Dollar zu und machen 45 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Experten gelten vor allem Pläne für günstigere Web-Abos als Hoffnungsträger.

Früheren Angaben zufolge zählt die New Yorker Traditionszeitung inklusive ihrer internationalen Ausgaben rund 727.000 Online-Abonnenten. Während neben der „New York Times“ auch andere englische Zeitungen wie das „Wall Street Journal“ oder die „Financial Times“ hinter sogenannten Bezahlschranken stecken, setzt sich der Trend in Deutschland nur langsam durch.

Von

rtr

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