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07.08.2011

16:27 Uhr

News Corp

Keine Unterstützung für Murdoch-Tochter

Sie war für den Aufsichtsrat von News Corp vorgeschlagen, im Zuge der Kritik am Unternehmen empfindet Murdoch-Tochter Elisabeth den Beitritt jetzt aber selbst als unangemessen - ihre Nominierung wurde aufgeschoben.

Elisabeth Murdoch erhält keine Schützenhilfe mehr. Quelle: dapd

Elisabeth Murdoch erhält keine Schützenhilfe mehr.

New YorkMedienunternehmer Rupert Murdoch will offenbar die Wogen nach der britischen Abhöraffäre glätten und verzichtet im Aufsichtsrat von News Corp zunächst auf die Schützenhilfe seiner Tochter Elisabeth. Die geplante Nominierung werde aufgeschoben, teilten die unabhängigen Mitglieder des Boards mit. Elisabeth Murdoch habe ihnen auf der diesjährigen Hauptversammlung gesagt, sie empfinde es nicht mehr als angemessen, dem Aufsichtsrat beizutreten.

Seit der Abhör- und Korruptionsaffäre reißt die Kritik an Murdoch nicht ab. Unter anderem wird ihm Vetternwirtschaft vorgeworfen. Noch im Februar hatte News Corp erklärt, die 42-jährige Elisabeth werde dem Board 2012 nach dem mehr als 600 Millionen Dollar teuren Kauf ihrer TV-Produktionsfirma Shine Group beitreten.

Der 80-jährige Murdoch hat News Corp gegründet und ist Chef des weltweiten Medienkonzerns. Seine Söhne James und Lachlan sitzen ebenfalls in dem 16-köpfigen Aufsichtsrat. In Großbritannien sollen News-Corp-Mitarbeiter Tausende Mobilfunktelefone abgehört sowie Schmiergeldzahlungen an die Polizei vorgenommen haben. Der Skandal brachte auch Premierminister David Cameron in Bedrängnis.

Von

rtr

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