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02.03.2017

19:23 Uhr

Niantic

Pokémon-Go-Entwickler plant weitere Spiele

Der große Hype um „Pokémon Go“ hat nachgelassen, doch Spielmacher John Hanke ist deswegen nicht besorgt. „Pokémon Go sollte auch in zehn Jahren noch da sein“, zeigt er sich überzeugt. Neue Projekte stehen bereits an.

Der Vorstandsvorsitzende der Software-Firma Niantic hat bereits Pläne für neue Projekte. dpa

John Hanke

Der Vorstandsvorsitzende der Software-Firma Niantic hat bereits Pläne für neue Projekte.

BarcelonaDer Spieleentwickler Niantic will mit Rückenwind seines Hits „Pokemon Go“ weitere Games entwickeln. „Wir stellen zusätzliche Mitarbeiter für neue Projekte ein, die wir definitiv in diesem Jahr ankündigen werden“, sagte Niantic-Chef John Hanke der Deutschen Presse-Agentur auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Außerdem soll das erste Niantic-Spiel „Ingress“ in diesem Jahr eine grunderneute neue Version bekommen, die technisch auf der „Pokemon-Go“-Plattform aufbaut.

Durch den Geldfluss von „Pokémon Go“ habe Niantic Freiraum für Projekte und Investitionen, die vorher für die Firma undenkbar gewesen wären. „Wir müssen jetzt nicht unbedingt etwas machen, was sich sofort rechnen muss.“ Selbst ins Hardware-Geschäft einsteigen wolle Niantic aber derzeit nicht: „Es ist ein Business mit brutalem Wettbewerb.“ Zugleich sei Niantic offen für Partnerschaften mit Herstellern: „Wenn wir uns strategisch einbringen können, um die Vision der erweiterten Realität voranzubringen, werden wir das tun. Aber wir würden uns nicht blindlings ins Gefecht stürzen und mit Samsung konkurrieren.“

Fakten zu Pokémon Go

Was kostet das Spiel?

Eigentlich ist Pokémon Go kostenlos. Mit Pokécoins kann man aber Gegenstände kaufen, die das Spiel erleichtern. Für die Spielwährung muss man aber echtes Geld ausgeben. 100 Pokecoins kosten 99 Cent, 14.500 Kosten 99,99 Euro.

Wer verdient daran?

10 % an Nintendo

30 % an den Rechteinahber Pokémon

30 % an den Spieleentwickler Niantic Labs

30 % Google oder Apple

Zahl der aktiven Spieler

Mitte Juli 2016: 45 Millionen

Mitte August 2016: 30 Millionen

Wie alt sind Pokémon-Go-Nutzer?

12-17 Jahre – 21 %

18-24 Jahre – 22 %

25-34 Jahre – 24 %

35-44 Jahre – 17 %

45-54 Jahre – 10 %

Älter als 55 Jahre: 8 %

Wo Pokémon Go verfügbar ist

Aktuell kann man Pokémon Go in 89 Ländern herunterladen. In Indien und China und vielen afrikanischen Ländern ist das Spiel immer noch nicht verfügbar.

Verbreitung auf Android-Handys in ausgewählten Ländern

Prozentsatz der Android-Handys, auf denen Pokémon Go heruntergeladen wurde:

Deutschland – 18,3 %

Öserreich – 17,3 %

Portugal – 17,8 %

Australien – 20 %

Sechs Pokémon wurden noch nie im Spiel gesichtet

Articuno

Zapdos

Moltres

Ditto

Mew

Mewtwo

Prominente Pokémon-Go-Spieler

Justin Bieber und Sami Khedira haben sich öffentlich als Pokémon-Go-spieler geoutet, Schauspielerin Kristen Stewart ließ sich angeblich sogar ein Pikachu aufs Handgelenkt tätowieren.

Pokémon Company

Schon in den 20 Jahren vor Pokémon Go verdiente der Rechteinhaber „Pokémon Company“ 57,7 Milliarden Dollar. Erfunden wurde Pokémon übrigens 1990 von Satoshi Tauiri.

„Pokémon Go“, bei dem man die animierten Spielefiguren auf dem Smartphone-Bildschirm fangen muss, war gleich nach dem Start im Juli zu einem weltweiten Phänomen geworden. Bisher wurde es 650 Millionen Mal heruntergeladen. Inzwischen ließ der Hype nach und die Download-Zahlen gingen deutlich zurück. Das sei aus seiner Sicht kein Problem, betonte Hanke. „Wir achten mehr auf die Zahl aktiver Nutzer statt Downloads“ – und „Pokémon Go“ blieb stets auf den vorderen Plätzen unter den umsatzstärksten Apps. „Fast alle, die die App haben wollten, haben sie in den ersten drei Monaten heruntergeladen.“ Jetzt gehe es darum, die Nutzer im Spiel zu halten. „Pokémon Go sollte auch in zehn Jahren noch da sein.“

Das Spiel werde in Abstimmung mit der Nintendo-Beteiligung The Pokémon Company weiterentwickelt, bei der die Rechte für die Figuren liegen, betonte Hanke. „Wir beraten uns mit ihnen zu jeder wichtigen strategischen Entscheidung.“

Von

dpa

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