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25.01.2007

13:29 Uhr

Nintendo

Kleine Spielekonsole sorgt für großen Gewinn

Weil sich der Gameboy-Abkömmling DS bestens verkauft, hat der japanische Nintendo-Konzern seinen Gewinn im dritten Geschäftsquartal um 40 Prozent gesteigert. Auch die stationäre Spielekonsole Wii kommt bei den Kunden gut an.

Die DS öffnet sich wie ein Buch und hat zwei Bildschirme. Foto: Hersteller

Die DS öffnet sich wie ein Buch und hat zwei Bildschirme. Foto: Hersteller

HB TOKIO. Der Reingewinn wuchs in den Monaten Oktober bis Dezember auf umgerechnet 495 Mill. Euro (77,57 Mrd. Yen), wie aus den am Donnerstag vorgelegten Zahlen hervorgeht. Das in Kyoto ansässige Unternehmen bestätigte zugleich seine Rekordprognose für das gesamte Geschäftsjahr.

Der Verkaufsschlager DS gilt als leicht zu bedienen. Damit verfolgt Nintendo die Strategie, über die klassischen Spielekonsolen-Nutzer hinaus auch neue Kundengruppen wie Frauen und ältere Menschen zu erreichen.

Der Nintendo-Umsatz wuchs in dem Vierteljahr bis Dezember um mehr als 75 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro, während der operative Gewinn rund 59 Prozent auf 642 Mill. Euro zulegte. Die Quartalszahlen basieren auf Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters, da Nintendo nur die Ergebnisse für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres vorlegte.

Nintendo rechnet für das im März zu Ende gehende Geschäftsjahr weiter mit einem Gewinnzuwachs auf netto 766 Mill. Euro nach 629 Mill. Euro im Jahr zuvor. Nintendo hatte seine Gewinnprognose erst kürzlich zum dritten Mal in Folge angehoben. Mit der Schätzung liegt das Unternehmen aber unter den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt von einem Nettogewinn von knapp 810 Mill. Euro ausgehen.

Erfolg mit Wii

Mit dem Ziel, den Erfolg der DS zu wiederholen, hat Nintendo im November die stationäre Spielekonsole Wii auf den Markt gebracht. Dabei können die Spieler eine Fernbedienung wie ein Schwert oder einen Tennisschläger schwingen und so das Spiel auf dem Bildschirm steuern. Bis Ende Dezember hatte Nintendo 3,19 Mill. Wii-Geräte verkauft. Die Nachfrage sei im Januar konstant geblieben und die Produktion gesteigert worden, teilte Nintendo mit. Deshalb sei man auf dem Weg, bis Ende März 6 Mill. Geräte verkaufen zu können.

Die Firma konkurriert auf dem 25-Milliarden-Euro-Markt für Spielekonsolen vor allem mit Sony und Microsoft. Dabei hat Microsoft derzeit leicht die Nase vorne, was vor allem daran liegt, dass der US-Softwareriese seine Konsole XBox 360 ein Jahr früher als die Rivalen auf den Markt gebracht hat. Das Rennen um die Vormachtstellung ist jedoch nach Einschätzung von Experten noch lange nicht entschieden. Sony hatte den Markt mit seinen ersten beiden Modellen der Playstation lange Zeit fest im Griff. Am Donnerstag kündigte der Konzern an, in Europa ab März vorerst nur die größere und teurere Version der neuen Playstation 2 auf den Markt zu bringen. In den USA ist das Gerät bereits seit November in den Läden.

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