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18.03.2013

14:40 Uhr

Noch keine Entscheidung

Panasonic prüft Aufgabe des Plasma-TV-Geschäfts

Plasma-Bildschirme auf dem Prüfstand: Wegen hoher Verluste muss sich Panasonic wohl von einigen Konzernsparten verabschieden. Das Geschäft mit den Flachbildfernsehern steht unter einem zu hohen Preisdruck.

Abschied vom Geschäft mit den Plasma-Bildschirmen: Panasonic muss wohl umstrukturieren. dpa

Abschied vom Geschäft mit den Plasma-Bildschirmen: Panasonic muss wohl umstrukturieren.

Tokio/BerlinDas Fernsehgeschäft des japanischen Traditionskonzerns Panasonic ist auf dem Prüfstand. Dies bestätigte das Unternehmen am Montag, nachdem in Medien bereits über das bevorstehende Aus des Plasma-TV-Geschäfts spekuliert worden war. "Wir prüfen mehrere Optionen für unser TV-Geschäft. Es ist aber noch nichts entschieden worden", stellte ein Firmensprecher klar. Die Medienberichte seien keine offizielle Stellungnahme.

Die Zeitung "Nikkei" berichtete unterdessen, Panasonic tendiere dazu, sich aus dem Geschäft mit Plasma-Fernsehgeräten ganz zurückzuziehen und werde die Pläne Ende März vorstellen. Für das dann ablaufende Fiskaljahr hat der Hersteller insgesamt einen Nettoverlust von 765 Milliarden Yen (rund 6,2 Milliarden Euro) prognostiziert.

Die japanische Elektronikindustrie leidet seit Jahren unter dem starken Yen, der harten Konkurrenz aus Taiwan und Südkorea und der schleppend laufenden Weltwirtschaft. Bei Panasonic sorgte die schwache Nachfrage nach Flachbildfernsehern in den vergangenen neun Monaten für einen Rückgang der Verkaufszahlen um fast neun Prozent.

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Panasonic erzielte zwar einen deutlichen Gewinn, ist aber immer noch tief in den Miesen.

Panasonic hat sich bereits von anderen Bereichen, etwa Immobilien getrennt, um die Finanzlage zu stärken. Aus Kreisen verlautete vor wenigen Tagen, die Gesundheitssparte solle ebenfalls verkauft werden, um die Verluste aus dem Geschäft mit Flachbildschirmen auszugleichen.
Der Abschied vom Plasma-Bildschirm stünde im Zusammenhang mit einer Verschlankung des TV-Geschäfts, die wohl ab dem nächsten Fiskaljahr binnen drei Jahren vollzogen werden soll. Panasonic war einst führend bei Plasma-Geräten. Während Panasonic zur besten Zeit in den Jahren 2009 bis 2010 noch mehr als acht Milliarden Euro mit den Bildschirmen erlöst habe, dürften die Umsätze bis 2015/2016 auf weniger als die Hälfte sinken, rechnete die Zeitung „Nikkei“ vor.


Panasonic will demnach die Plasma-TV-Fertigung am Hauptstandort Amagaskai in Westjapan bis zum Jahr 2014 stilllegen. Der Wert der Produktionsanlagen sei bereits abgeschrieben. Zudem sei die Entwicklung neuer Plasma-Geräte gestoppt worden. Sowohl Plasma als auch LCD-Fernseher herzustellen sei insbesondere in Japan nicht effizient. LCD- oder Flüssigkristall-Geräte haben Fernsehern mit Plasma-Technik zunehmend den Rang abgelaufen. Der Trend geht eindeutig hin zu LCD-Geräten.

Am Aktienmarkt wurden die jüngsten Berichte zu Panasonic positiv aufgenommen. Panasonic-Aktien legten gegen den schwächeren Markttrend in Tokio 0,6 Prozent zu.

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