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29.01.2015

11:06 Uhr

Nokia

Mobilfunker überzeugt im Netzwerkgeschäft

„Jahr der Neufindung“ mit Erfolg abgeschlossen: Mit besseren Zahlen im Netzwerkgeschäft als erwartet hat Nokia seine Analysten überrascht. Dem Mobilfunkunternehmen kommt vor allem sein Modernisierungskurs zugute.

Nokia überrascht seine Analysten mit besseren Zahlen als erwartet. Reuters

Nokia überzeugt im Netzwerkgeschäft

Nokia überrascht seine Analysten mit besseren Zahlen als erwartet.

HelsinkiNokia hat die Durststrecke in seiner Netzwerksparte offenbar überwunden. Im vierten Quartal lief das Geschäft besser als von Analysten erwartet. Nokia profitierte davon, dass Mobilfunkunternehmen ihre Netze in Nordamerika auf den neuesten Standard aufrüsteten.

In diesem Jahr will der Konzern noch eine Schippe drauflegen, wie Vorstandschef Rajeev Suri am Donnerstag ankündigte. „Während 2014 ein Jahr der Neuerfindung war, sehen wir 2015 als ein Jahr der Umsetzung.“ Nokia werde sich nicht scheuen, notwendige Investitionen zu tätigen.

Im vierten Quartal 2014 erzielte Nokia, weltweit drittgrößter Netzwerkausrüster nach Ericsson und Huawei, einen operativen Gewinn von 470 Millionen Euro nach 397 Millionen Euro im Vorquartal, die Gewinnmarge stieg dabei auf 14 Prozent.

Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Gewinn von 415 Millionen Euro und einer Marge von 12,4 Prozent gerechnet. Nokia hat die Sparte nach der Integration der Netzwerktechnik von Siemens in den vergangenen Jahren umstrukturiert und auf Mobilfunknetze fokussiert. Geschäftsteile wurden aufgegeben, Tausende Jobs abgebaut. Bereits im dritten Quartal konnte Nokia die Experten überraschen.

Das schwierige Smartphone-Geschäft von Microsoft und Nokia

Nokia verlor den Anschluss

Nokia prägte einst den Handymarkt mit, doch dann verloren die Finnen den Anschluss. Beim Vormarsch der Smartphones taten sie sich schwer. Das Google-Betriebssystem Android und das iPhone von Apple setzen dem einstigen Marktführer zu.

September 2010

Stephen Elop wechselt von Microsoft an die Nokia-Spitze.

Februar 2011

Nokia gibt die eigene Smartphone-Software Symbian auf. Fortan setzten die Finnen für ihre Computerhandys auf das Microsoft-System Windows Phone. Zuvor hatte Google versucht, Nokia mit ins Boot der Android-Handybauer zu holen.

Juni 2012

Elop kündigt an, 10.000 Arbeitsplätze bei Nokia zu streichen.

Mai 2013

Das Geschäft mit den Windows-Smartphones kommt nicht in Gang. Deren Marktanteil liegt den Marktforschern von IDC zufolge bei 3,2 Prozent. Android-Handys kommen auf 75 Prozent.

September 2013

Microsoft kündigt an, das Handy-Geschäft von Nokia für 3,79 Milliarden Euro kaufen zu wollen.

April 2014

Kurz vor Abschluss des Verkaufs an Microsoft steckt Nokias Handygeschäft tief in den roten Zahlen. Im ersten Quartal verlor die Sparte 347 Millionen Euro.

Mai 2014

Der Verkauf der Handy-Sparte an Microsoft bringt Elop Berichten zufolge als Ex-Nokia-Chef gut 24 Millionen Euro ein.

Juli 2014

Microsoft kündigt den Abbau von 18.000 Stellen an. Mit 12.500 Jobs sind vor allem die Ex-Nokianer betroffen.

Juni 2015

Das Geräte-Geschäft wird mit dem Windows-Bereich zusammengelegt. Stephen Elop verlässt Microsoft bereits wieder.

Juli 2015

Microsoft kündigt den Abbau von weiteren 7800 Mitarbeitern an – vor allem im Handy-Geschäft. Der Konzern schreibt bis zu 7,6 Milliarden Dollar ab.

Weniger stark ausfallen als erwartet wird hingegen die Dividende mit 14 Cent je Aktie. Analysten hatten hier mit 16 Cent gerechnet. Im vergangenen Jahr hatte Nokia 26 Cent je Papier zusätzlich ausgeschüttet zu einer regulären Dividende von elf Cent. Nokia hatte im vergangenen Jahr sein früheres Aushängeschild, das Mobilfunkgeschäft, an Microsoft verkauft, und sich auf Netzwerke und Navigationsgeräte konzentriert.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Herr Martin Vanger

29.01.2015, 16:09 Uhr

Bilanzen Made in Nokia Networks kenne ich seit 2007. Augenwischerei oder Kreativität. 2017 wird das quasi konzernchen nicht überleben. Last Nokia „Manager“ auf Sahara und in 5 Jahren gibt es dort keinen Sand mehr. Vanger

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