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26.09.2012

16:06 Uhr

O2

Der steinige Weg an die Börse

Nächste Woche könnte Deutschlands kleinster Mobilfunkanbieter O2 den Startschuss für einen Börsengang einläuten. Doch die Investorensuche dürfte sich schwierig gestalten – und das liegt nicht einmal an O2 selbst.

O2 will an die Börse. Doch Investoren werden nicht Schlange stehen. dpa

O2 will an die Börse. Doch Investoren werden nicht Schlange stehen.

FrankfurtStatt mit den neuesten Smartphones um Kunden dürfte o2 bald um Aktionäre werben. Deutschlands kleinster Mobilfunkanbieter könnte ab nächster Woche den offiziellen Startschuss für den Gang an die Frankfurter Börse geben, sagten zwei mit den Planungen vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Investoren zu finden dürfte nicht einfach werden, da o2 nicht wegen seiner großen Wachstumsaussichten, sondern wegen der Geldnot der Konzermutter Telefonica an den Kapitalmarkt kommen soll.

Die Einnahmen aus der Aktienplatzierung gehen nicht an o2, sondern sollen direkt in die leeren Kassen des Madrider Branchenriesen fließen. Zudem sind die Investoren gegenüber Börsenaspiranten äußerst zurückhaltend, was jüngst auch der Versicherer Talanx zu spüren bekommen hat.

Telefonica steht nach einem rapiden Expansionskurs mit 57 Milliarden Euro in der Kreide. Da auch die Wirtschaft auf dem Heimatmarkt darniederliegt, schwenkt der ehemalige Staatsmonopolist auf einen rigiden Spar- und Schrumpfkurs. Die Ausschüttungen an die Aktionäre wurden gekappt, Beteiligungen verkauft. Zentraler Punkt der Strategie ist die Aktienmarktpremiere der deutschen Tochter. Geplant sei, zehn bis 20 Prozent an Investoren zu verkaufen, sagte der Insider.

Die Spanier erhofften sich dadurch einen Erlös von ein bis 1,5 Milliarden Euro. Experten bleiben skeptisch. „Der IPO der deutschen Tochter ist zu klein, um im Telefonica-Gesamtbild einen großen Unterschied zu machen“, sagte Experte Jose Ramon Ocina vom spanischen Analystenhaus N+1 Equities. Telefonica wollte keine Stellungnahme abgeben.

Die Einnahmen aus der Aktienemission könnte o2 selbst gut gebrauchen. „Im Mobilfunkmarkt werden jetzt die Weichen für die Zukunft gestellt“, sagt Jan Christian Göhmann, Telekom-Analyst der NordLB. Die Unternehmen müssten derzeit viel investieren, um ihre Netze für den neuen Datenturbostandard LTE auszubauen. Das sei elementar, da die Besitzer von teuren internetfähigen Telefonen überall in Deutschland eine schnelle Datenverbindung erwarteten.

Kommentare (1)

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hjfdksl

26.09.2012, 17:04 Uhr

Warren Buffet beteiligt sich auch nie an einem IPO.denn es gibt immer einen Grund warum der bisherige eigentümer den Schrott verkaufen will.

O2?hab ich vorgestern gekündigt,und plötzlich merken die "ach,da haben wir auch noch einen Kunden,machen wir ihm mal nach 6 Jahren ein Angebot"...Danke,kein Interesse mehr,hätten die auch früher merken können

Das nächste:O2 will 90% als Dividende ausschütten.Wollte Telefonica das nicht auch?wie war das Versprechen vor einem halben Jahr?soviel zur Kompetenz der obersten Führrungsriege des TelefonicaKonzerns,und die besten sitzen bekanntermassen ganz oben.

Wenn man sich die Charts der Telekoms anschaut,warum investieren und Geld verbrennen?Telekom Austria,A1, hat kürzlich erst wieder die dividende gekürzt.

telefonica will den Laden eher teurer als zu billig verkaufen,daher kann ich mir gut vorstellen dass es in den Wochen nach dem IPO zu nem netten Kursrutsch kommt und das versprechen keine weiteren anteile zu verkaufen?
siehe das dividendenversprechen von Telefonica.Wer am Kapitalmarkt einmal gelogen hat ist verbrannt

Daher:Finger weg!!

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