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11.04.2012

13:46 Uhr

Österreich

Telekom Austria macht wieder Gewinn

Trotz hartem Preiskampf auf dem Heimatmarkt: Der österreichische Mobilfunkanbieter Telekom Austria kehrt zurück in die Gewinnzone. Im Mai stellt das Unternehmen seine Quartalszahlen vor.

Firmenchef Hannes Ametsreiter: „Sehr ordentlicher Gewinn“ Reuters

Firmenchef Hannes Ametsreiter: „Sehr ordentlicher Gewinn“

WienDie Telekom Austria ist im ersten Quartal trotz eines anhaltend scharfen Preiskampfs im Heimatmarkt Österreich in die Gewinnzone zurückgekehrt. Von Januar bis März habe das Unternehmen einen „sehr ordentlichen“ Gewinn erwirtschaftet, sagte Firmenchef Hannes Ametsreiter am Rande einer Pressekonferenz in Wien. Im Vorjahresquartal drückten hohe Kosten für einen Stellenabbau die Telekom in die roten Zahlen: Unter dem Strich stand ein Verlust von knapp 80 Millionen Euro. Die Telekom Austria will ihr Quartalsergebnisse am 10. Mai vorlegen.

Die Telekom Austria ist der größte Mobilfunkbetreiber in Österreich wo dem Unternehmen seit Jahren ein massiver Wettbewerb zu schaffen macht. Die Mobilfunkpreise in der Alpenrepublik seien in den vergangenen fünf Jahren um 55 Prozent gesunken, erklärte der österreichische Branchenverband Forum Mobilkommunikation. Ametsreiter, der Präsident des Verbands ist, rechnet auch in den kommenden Jahren mit einem anhaltend scharfen Preiskampf. Daran werde auch die geplante Übernahme des drittgrößten österreichischen Anbieters Orange durch den kleineren Rivalen Hutchison nichts ändern.

Die Mobilfunkbetreiber müssten sich daher auf weiter sinkende Umsätze einstellen und ihre Kosten reduzieren. „Es zeichnet sich nicht ab, dass sich das schnell verändert“, sagte Ametsreiter. Die Mobilfunkumsätze der vier österreichischen Betreiber (Telekom Austria, T-Mobile, Orange, Hutchison „3“) waren nach Angaben des Branchenverbands im vergangenen Jahr um 9,3 Prozent auf 4,35 Milliarden Euro eingebrochen, das operative Ergebnis (Ebitda) schrumpfte um knapp fünf Prozent auf 1,43 Milliarden Euro.

Von der Rückkehr in die Gewinnzone im ersten Quartal erhofft sich Ametsreiter Rückenwind für die bevorstehende Hauptversammlung am 23. Mai. Der zweitgrößte Telekom-Aktionär Ronny Pecik hat bereits mehrfach über die Medien die Absetzung von Ametsreiter gefordert. Sein letztes Gespräch mit Pecik liege bereits einige Wochen zurück, sagte Ametsreiter. „Wir fokussieren uns darauf, dass die Performance passt, dass die Ergebnisse passen - da stecken wir all unsere Energie rein.“ Pecik hält gut 20 Prozent an der Telekom und will Teile des Aufsichstrats neu besetzen, der dann über die Bestellung des Vorstands entscheidet.

Von

rtr

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