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27.02.2012

13:04 Uhr

Offener Brief

Journalistinnen fordern Frauenquote für Medien

Rund 350 Journalistinnen haben eine Frauenquote von 30 Prozent in Medienbetrieben gefordert. Nur zwei Prozent aller Chefredakteure der rund 360 Tages- und Wochenzeitungen seien Frauen, hieß es in einem offenen Brief.

Medienfrauen in führenden Positionen wie ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin Monika Piel (r-l), MDR-Intendatin Karola Wille und RBB-Intendantin Dagmar Reim sind eher selten. dpa

Medienfrauen in führenden Positionen wie ARD-Vorsitzende und WDR-Intendantin Monika Piel (r-l), MDR-Intendatin Karola Wille und RBB-Intendantin Dagmar Reim sind eher selten.

BerlinRund 350 Journalistinnen haben eine Frauenquote von mindestens 30 Prozent in deutschen Medien gefordert. Nur zwei Prozent aller Chefredakteure der rund 360 Tages- und Wochenzeitungen seien Frauen, von den 13 Intendanten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks seien es lediglich drei, heißt es in einem Offenen Brief an 250 Chefredakteure, Verleger und Intendanten. Der Brief, der unter www.pro-quote.de nachzulesen ist, trägt beispielsweise die Unterschriften von den Moderatorinnen Anne Will, Sandra Maischberger und Frauke Ludowig, RBB-Intendantin Dagmar Reim und RTL-Reporterin Antonia Rados.

„Es ist Zeit etwas zu ändern“, heißt es in dem Brief. „Wir fordern, dass mindestens 30 Prozent der Führungspositionen im Laufe der nächsten fünf Jahre mit Frauen besetzt werden - und zwar auf allen Hierarchiestufen. Schaffen Sie das?“.

In ersten Reaktionen auf der Website erklärten Chefredakteure, die geforderte Frauenquote längst zu erfüllen. Als großes Manko nannte der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), dass es keine verlässlichen Zahlen über die Geschlechterverteilung im Journalismus gebe. Bekannt sei jedoch, dass mehr als 50 Prozent der Berufseinsteiger weiblich seien.

Der Brief beginnt mit einem Zitat von „Handelsblatt“-Chefredakteur Gabor Steingart, der eine Frauenquote in allen Führungspositionen seiner Redaktion angekündigt hatte. Dies gebiete „nicht nur die Gerechtigkeit, sondern auch die ökonomische Vernunft“. Auf der Website begründen Unterzeichnerinnen, warum sie den Aufruf unterschrieben haben. Auch Männer schlossen sich dem Aufruf an.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Micha

27.02.2012, 13:25 Uhr

Es ist Zeit etwas zu ändern:
- Gleiche Lebensarbeitszeit von Frauen und Männern
- Gleichbehandlung bei Strafverfahren (Frauen erhalten bei den gleichen Vergehen weitaus geringere Strafen!)

Account gelöscht!

27.02.2012, 20:28 Uhr

Dieser Neid ist bitter! Männer werden ja wirklich benachteiligt, sie verdienen weniger, machen dabei noch die ganze Hausarbeit, sind häufiger Opfer häuslicher und sexueller Gewalt, werden auf ihre Ärsche und ihre Oberkörper reduziert, wenn ihnen die Weiber mal wieder hinterher pfeifen, oder sie dämlich in den Kneipen anbaggern und zu allem Überfluß müssen sie sich dann noch erzählen lassen, sie wären in allem inkompetent - außer wenn sie dumm sind, dann f... sie wenigstens noch gut

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