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30.07.2013

13:38 Uhr

Offiziell

Vodafone startet Übernahmeangebot für Kabel Deutschland

Nun ist es amtlich: Vodafone geht in die Offensive und hat ein offizielles Angebot für den Kabelnetz-Betreiber Kabel Deutschland abgegeben. Mit dem Kauf wollen die Briten sich im Kampf mit der Telekom besser aufstellen.

Das Logo des Mobilfunkanbieters Vodafone (l) neben dem Schriftzug des Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland. Die Übernahme nimmt Formen an. dpa

Das Logo des Mobilfunkanbieters Vodafone (l) neben dem Schriftzug des Kabelnetzbetreibers Kabel Deutschland. Die Übernahme nimmt Formen an.

LondonDer britische Telekommunikationsriese Vodafone hat nun auch offiziell ein Übernahmeangebot für Kabel Deutschland abgegeben. Ziel sei es, den Kabelnetz-Betreiber über eine deutsche Tochtergesellschaft komplett zu übernehmen, erklärte Vodafone am Dienstag in Großbritannien. Die Briten bieten den Anteilseignern von Kabel Deutschland 87 Euro je Aktie - 84,50 Euro in bar und 2,50 Euro Dividende. Das Angebot läuft bis zum 11. September. Zur Zeit hält Vodafone 4,2 Prozent des Kapitals an Kabel Deutschland.

Vodafone bietet in Deutschland Festnetz- und Mobilfunkanschlüsse an und will sich im Konkurrenzkampf mit der Deutschen Telekom besser aufstellen. Kabel Deutschland hat eine gut ausgebaute Infrastruktur: Das Unternehmen ist in 13 der 16 Bundesländer aktiv und hat 8,5 Millionen Kunden. Die Kabel reichen bis in die Wohnungen der Kunden und sind nicht nur für Fernsehen, sondern auch für Internetanschlüsse gut geeignet. Schon jetzt bietet Kabel Deutschland Telefon- und Internetanschlüsse. 75 Prozent aller Neukunden hierzulande entscheiden sich bei schnellen Internetanschlüssen für Kabelnetz-Betreiber.

Die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone ist eine von zwei Großfusionen im Telekommunikationsmarkt, die derzeit bevorsteht. Zusätzlich will der spanische Telefonriese Telefónica mit seiner deutschen Marke O2 den Konkurrenten E-Plus kaufen. O2 ist ebenfalls im Festnetz- und im Mobilfunk-Geschäft aktiv. Beide Übernahmen müssen noch von den Kartellbehörden abgesegnet werden, Widerstand oder zumindest Auflagen sind denkbar.

Von

afp

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