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03.12.2011

09:29 Uhr

Online-Community

Facebook will tausende Mitarbeiter einstellen

Vor seinem Börsengang will Facebook seinen Mitarbeiterstab noch mal kräftig ausbauen. Der Netzwerk-Gigant kann es sich leisten: Bei Umsatz und Gewinn konnte er in diesem Jahr glänzen.

Mit mehr als 750 Millionen Mitgliedern ist Facebook das größte Sozial-Netzwerk. dpa

Mit mehr als 750 Millionen Mitgliedern ist Facebook das größte Sozial-Netzwerk.

New YorkDas soziale Netzwerk Facebook setzt auf ein rasantes Wachstum im kommenden Jahr und plant deshalb die Einstellung von tausenden Mitarbeitern. Zunächst wolle das US-Unternehmen, das einen Börsengang plant, in New York Ingenieure anstellen, sagte die für das Tagesgeschäft zuständige Sheryl Sandberg am Freitag auf einer Pressekonferenz. Einzelheiten nannte sie nicht. Einem Insider zufolge verdiente Facebook im ersten Halbjahr 2011 fast 500 Millionen Dollar. Der Umsatz soll sich demnach auf 1,6 Milliarden Dollar verdoppelt haben. Facebook ist in Privatbesitz und veröffentlicht seine Bilanzen nicht. Das Unternehmen hat mehr als 750 Millionen Mitglieder und steht damit an der Spitze der Online-Netzwerke.

Erst vor wenigen Tagen wurden Facebooks Börsenpläne offenkundig. Nach einem Bericht des „Wall Street Journal“ plant der Konzern zwischen April und Juni 2012 seinen Börsengang. Zehn Milliarden Dollar will Facebook dann angeblich für etwa zehn Prozent der Unternehmensanteile einnehmen. Facebook wäre dann insgesamt 100 Milliarden Dollar wert - mehr als die deutschen Konzerne BMW, Allianz und Adidas zusammen.

Außerdem wäre es der bislang größte Börsengang der IT-Branche. Internetgigant Google wurde bei seinem Börsengang im Jahr 2004 gerade mal mit 24 Milliarden Dollar bewertet. Analysten sind skeptisch. David Dietze, der Chef der Vermögensverwaltung Point View, weist darauf hin, dass die Zuwachsraten bei den Mitgliedern sänken. Und er warnt: „Vor elf Jahren ging Yahoo mit 150 Dollar an die Börse, und die Firma galt als die Zukunft des Internets. Heute ist die Aktie noch 15 Dollar wert.“ Der Börsenkandidat Facebook könnte die Anleger also auch enttäuschen.

Anfang des Jahres war die Investmentbank Goldman Sachs bei Facebook eingestiegen. Sie hatte sich für eine halbe Milliarde Dollar knapp ein Prozent an dem Netzwerk gesichert. Die Investoren drängen nun zur Eile, weil sich das Börsenumfeld rapide verschlechtert: Die Weltwirtschaft steht vor einem Abschwung. Die bisherigen Geldgeber des Netzwerks drängen daher darauf, endlich eine Rendite auf ihre Investments zu bekommen. 2,3 Milliarden Dollar hat Facebook eingesammelt, um seine Expansion zu finanzieren.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Mazi

03.12.2011, 11:33 Uhr

Möglicherweise alles IM's. ?

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