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23.02.2017

15:41 Uhr

Online-Diskussionen

Google will den Hass aus dem Netz filtern

Viele Medien kämpfen mit Hasskommentaren im Netz. Nun will ihnen Google helfen. Das Unternehmen arbeitet an einer Software, die beleidigende Aussagen herausfiltern soll. Erste Interessenten gibt es bereits.

Der Softwareriese könnte mit seiner neuen Technologie zum Herausfiltern von Hasskommentaren den nächsten großen Coup landen. AFP; Files; Francois Guillot

Google

Der Softwareriese könnte mit seiner neuen Technologie zum Herausfiltern von Hasskommentaren den nächsten großen Coup landen.

BrüsselGoogle arbeitet an einer Technologie, mit der Zeitungsverlage und Onlineplattformen Hasskommentare im Internet herausfiltern können. Ein entsprechendes Projekt stellte der US-Konzern am Donnerstag vor. Die Software soll beleidigende Beiträge zu Onlineartikeln maschinell auffinden können. Bislang müssen das Mitarbeiter übernehmen, was mühsam und teuer ist. Getestet wurde das Verfahren von der „New York Times“. Nun soll es auch anderen potenziellen Interessenten wie dem „Guardian“ und dem „Economist“ angeboten werden. Danach soll es auch Internetnetzwerken wie Facebook und Twitter offenstehen.

Entwickelt wurde die Software mit dem Namen „Perspective“ von der Firma Jigsaw, die zum Google-Mutterkonzern Alphabet gehört. Viele Webseiten hätten wegen der Flut von Hasskommentaren ihre Kommentarangebote für Leser aufgegeben, erläuterte Jigsaw-Präsident Jared Cohen. „Wir glauben, dass Technologie helfen kann.“

Bislang kann die Software nur Kommentare in Englisch auswerten. Konkret sucht sie nach Schimpfwörtern. Bald soll sie auch persönliche Beleidigungen und themenfremde Beiträge kennzeichnen können. Was dann mit den Hasskommentaren geschieht, soll nicht automatisch der Computer sondern der Webseiten-Betreiber entscheiden.

Ein großes Thema für Onlineplattformen sind zudem sogenannte Bots. Das sind Computerprogramme, die unter Nutzung künstlicher Identitäten massenweise Kommentare oder Falschmeldungen hinterlassen. Früher machten das noch echte Menschen, die Trolls. Sie platzierten, oft gegen Bezahlung, massenweise Stellungnahmen im Netz. Es gibt zunehmend Befürchtungen, dass mit diesen Mitteln auch Wahlergebnisse beeinflusst werden könnten.

Von

rtr

Kommentare (1)

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23.02.2017, 15:53 Uhr

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