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22.10.2013

02:12 Uhr

Online-TV

Kevin Spacey bringt Netflix neue Rekorde

Weltweit schauen 40 Millionen Menschen TV auf Netflix, einer als Online-Videoverleiher gestarteten Webseite aus den USA. Erstmals hat die Firma den Konkurrenten HBO überholt und scheint nicht zu stoppen.

Die von Netflix produzierte Hitserie „House of Cards“ gewann als erste Internet-Serie einen Fernsehpreis Emmy. Start in Deutschland ist November. Reuters

Die von Netflix produzierte Hitserie „House of Cards“ gewann als erste Internet-Serie einen Fernsehpreis Emmy. Start in Deutschland ist November.

New YorkEs tut sich etwas im Fernsehmarkt: Diesen Herbst gewann erstmals eine Serie den größten Fernsehpreis der Welt, die nur im Internet verbreitet wurde. Ein Emmy ging an „House of Cards“, die erste Eigenproduktion dieser Größe des Online-Videoverleihers Netflix.
Mit diesem Schritt haben sich die Netflix-Bosse in den Bereich der Bezahlsender wie HBO begeben – und nun erstmals überholt: Im dritten Quartal ist die Anzahl Abonnenten in den USA auf 31,1 Millionen angewachsen. Für acht Dollar erlaubt es Netflix ihnen, unzählige Filme, Fernsehserien und Dokumentationen im Internet anzuschauen.

„Wir haben mehr Inhalte, eine längere Sehdauer pro Nutzer, eine bessere Marken-Stellung, sind auf allen Geräten auf Abruf verfügbar, und sind günstiger“, verglich Hastings den Sender mit Konkurrent HBO, der mit Serien wie „Sex and the City“ oder „Die Sopranos“ auch in Deutschland berühmt wurde.

Während die Eigenproduktionen von Netflix für viel Schlagzeilen und Kritikerlob gesorgt hatten, waren es die großen Hits anderer Produzenten wie beispielsweise „Breaking Bad“, die am meisten geschaut wurden. Das schrieb Netflix-Unternehmenschef Reed Hastings nach der Bekanntgabe der Zahlen. Diese übertrafen die Erwartungen der meisten Wall-Street-Analysten.

Die Gewinne haben sich im dritten Quartal auf 52 Cent pro Aktie vervierfacht. Die Einnahmen sind um einen Fünftel auf 1,1 Milliarden angestiegen. Die Aktie des Unternehmens schoss nach Bekanntgabe der Zahlen um 12 Prozent auf ein Rekordhoch angestiegen. Das Papier ist der Nachrichtenagentur Bloomberg der größte Gewinner des Standard & Poor’s Index.

Während die Serie „House of Cards“ im November in Deutschland an den Start geht (SAT 1), wird in den USA in wenigen Monaten die zweite Staffel veröffentlicht. Netflix plane die Investitionen in eigene Produktionen nächstes Jahr zu verdoppeln, schrieb Hastings.

In Deutschland ist Netflix nicht zugänglich, doch feiert es in Märkten wie Großbritannien oder Schweden bereits internationale Erfolge. Künftig werde es nebst Serien auch Filme produzieren, und ist dafür eine Partnerschaft mit Walt Disney eingegangen. Obwohl die Firma keine Zuschauerzahlen nennt, da sie sich über Einnahmen von Abos und nicht über Werbung finanziert, sagte Hastings die Serie „Orange Is The New Black“ sei die meistgesehene Eigenproduktion von Netflix.

Von

jar

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