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30.01.2015

07:25 Uhr

Online-Werbung verliert an Dynamik

Auch Googles Wachstum ist endlich

Der Gewinn des Internet-Riesens wächst rasant. Doch aus Sicht der Analysten hängt Google beim Smartphone-Geschäft hinterher. Ihnen stößt auch sauer auf, dass der Konzern sich immer neue Geschäftsfelder sucht.

Das Schlussquartal 2014 ist für den Online-Riesen nicht so gut gelaufen wie erwartet. AFP

Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt

Das Schlussquartal 2014 ist für den Online-Riesen nicht so gut gelaufen wie erwartet.

Mountain ViewBei Google sprudeln die Gewinne: 4,8 Milliarden Dollar (4,2 Mrd. Euro) verdiente der Internetkonzern im vierten Quartal. Das war ein Plus von 41 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dennoch hatten Analysten mehr erwartet. Auch der Umsatz blieb mit einem Anstieg um 15 Prozent auf 18,1 Milliarden Dollar unter den Prognosen.

Googles wichtigste Einnahmequelle, die Online-Werbung, verliert an Dynamik. Im vierten Quartal verzeichnete der Konzern 14 Prozent mehr bezahlte Klicks als im Vorjahr, wie Google nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte. Im Vorquartal hatte das Plus noch bei 17 Prozent gelegen. Zudem ging der durchschnittliche Preis pro Anzeige um drei Prozent zurück.

Der Suchmaschinen-Riese macht einen großen Teil seiner Gewinne mit bezahlten Textanzeigen, die bei Suchergebnissen prominent platziert werden, sowie grafischen Anzeigen, sogenannten Bannern. Zudem spielt der zum Konzern gehörende Videodienst Youtube Geld durch Werbeclips ein.

Dieses Geschäft verlagert sich zunehmend von klassischen PC-Desktops auf Mobilgeräte wie Smartphones. Deshalb verfolgen Analysten mit Argusaugen, wie sich die großen Internetfirmen - neben Google vor allem Facebook und Yahoo - auf diese Trendverschiebung einstellen.

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Vor allem das Online-Netzwerk Facebook, das seine Quartalsbilanz am Vortag vorgelegt hatte, macht auf dem Weg ins mobile Zeitalter gute Fortschritte. Doch auch Yahoo hatte zuletzt deutliches Wachstum in diesem Bereich ausgewiesen. Für Google wird der Konkurrenzkampf dadurch härter.

Das Geschäft vom Desktop ins mobile Suchmaschinengeschäft zu bringen, belaste die Ergebnisse bei Google, kommentierte Experte Mark Vickery von Zacks Investment Research. Wegen der kleinen Bildschirme und oft langsameren Verbindungen lässt sich mit Smartphone-Werbung weniger verdienen als auf einem PC. „Facebook zeigt aber ganz klar, dass das der Weg ist, den es zu gehen gilt.“ Das Online-Netzwerk bringt die Anzeigen direkt zwischen den Neuigkeiten aus dem Freundeskreis der Nutzer unter.

Kommentare (1)

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Herr Nehal Devanowitch

30.01.2015, 06:31 Uhr

Vor einigen Tagen habe ich im Bundesanzeiger gelesen dass gegen den Vorstandsvorsitzenden eines der größten europäischen Internethänlders (eigene Angaben) Firmeninterne Ermittlungen und Beschuldigungen am laufen sind die Aussagen dass dieser veranlasst hat das Softwarespezialisten durch clicksoftware und andere Software, Mitbewerber Schaden zuzufügen.

Ich frage mich ob es im Interesse Googles liegt dies zu unterbinden und wenn wieviel Milliarden dies vom Umsatz ausmacht.

Ich erinnere da nur an google will eat itself (GWEI)

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