Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.01.2007

22:28 Uhr

Optimismus beim Thema Blu-Ray

Sony hält an Renditeziel fest

Der japanische Elektronikkonzern Sony ist trotz der Verzögerungen bei der neuen Spielekonsole Playstation drei (PS3) zuversichtlich, sein langfristiges Umsatzrenditeziel zu erreichen.

HB LAS VEGAS. Gestützt auf das wiederbelebte US-Geschäft werde Sony in dem im März 2008 endenden Geschäftsjahr eine operative Gewinnmarge von fünf Prozent erreichen können, sagte Sony-Chef Howard Stringer auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas. Einem Pressebericht zufolge blieben die Verkaufszahlen der PS3 jedoch in Japan hinter den Erwartungen zurück.

Auf die Frage, ob er sich bei dem im September 2005 ausgegebenen Ziel wohl fühle, sagte Stringer: „Ich habe dieses Versprechen gegeben. Ich muss es erreichen.“ Für das im März 2006 geendete Geschäftsjahr hatte Sony eine Gewinnmarge von 3,9 Prozent ausgewiesen, für das laufende Geschäftsjahr gab der Konzern keine Zielgröße aus.

Sony musste den Marktstart der PS3 in Europa auf Grund von Produktionsproblemen auf März 2007 von November 2006 verschieben. Zudem musste der Konzern vergangenes Jahr im großen Stil feuergefährdete Laptop-Akkus zurückrufen, was ihm Millionenkosten bescherte. Gleichzeitig erholt sich aber das Elektronik-Geschäft durch anziehende Verkäufe von Audio-Produkten und Fernsehern. Derzeit komme die Elektronik-Sparte auf eine Marge von vier Prozent nach 1,4 Prozent im Geschäftsjahr 2005/2006, sagte Stringer. Er räumte ein, dass die Kosten für die Playstation ein Problem darstellten, das Unternehmen aber in den kommenden Monaten daran arbeiten werde, die versprochenen Ziele auch zu erreichen.

Stringer zeigte sich zudem optimistisch über die Zukunft der neuen DVD-Spieler auf Basis des hochauflösenden Standards Blu-ray. Sie sind Teil der PS3, von der Sony seit dem Marktstart in Nordamerika im November 2006 über eine Million verkaufte. Blu-ray konkurriert mit dem neuen Standard HD DVD, das von Toshiba und anderen unterstützt wird. In Hollywood gebe es mehr Befürworter für Blu-ray, sagte Stringer.

Einem japanischen Magazinbericht zufolge verlief der Verkauf von Sonys Playstation in Japan derweil nicht wie geplant: Demnach gingen mit nur knapp 467 000 Geräten bis zum Jahresende nur halb so viele PS3 über den Ladentisch wie beabsichtigt. Das Konkurrenzprodukt von Nintendo, Wii, sei dagegen mehr als 989 000 Mal verkauft worden, berichtete der auf Videospiele spezialisierte Zeitschriftenverlag Enterbrain. Dabei hatte Nintendo sein Produkt erst drei Wochen nach Sony auf den Markt gebracht.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×