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13.09.2011

04:41 Uhr

Oracle-Datendiebstahl

SAP zu Millionenzahlungen bereit

Im Streit mit Oracle um den Diebstahl von Daten hat sich der Software-Konzern SAP Kreisen zufolge zur Zahlung von 20 Millionen Dollar bereiterklärt, um eine strafrechtliche Untersuchung zu beenden.

Softwarehersteller SAP ist angeblich zu Millionenzahlungen an Oracle bereit. dpa

Softwarehersteller SAP ist angeblich zu Millionenzahlungen an Oracle bereit.

Im Streit mit Oracle um den Diebstahl von Daten hat sich der Software-Konzern SAP Kreisen zufolge zur Zahlung von 20 Millionen Dollar bereiterklärt, um eine strafrechtliche Untersuchung zu beenden. Der Deal solle bei einer Gerichtsverhandlung am Mittwoch formalisiert werden, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Montag der Nachrichtenagentur Reuters.

SAP und Oracle wollten sich auf Anfrage nicht äußern, das US-Justizministerium war zunächst nicht zu erreichen. Das Ministerium sieht es nach jahrelangen Ermittlungen als erwiesen an, dass der Weltmarktführer für Unternehmens-Software illegal auf Oracle-Datenbanken zugegriffen hat. Die inzwischen liquidierte SAP-Tochter TomorrowNow soll dabei Urheberrechte verletzt haben.

SAP bekannte sich als Muttergesellschaft von TomorrowNow in insgesamt zwölf Fällen für schuldig. Ein Geschworenengericht sprach Oracle nach einem umfassenden Schuldeingeständnis von SAP im November vergangenen Jahres Schadenersatz in Höhe 1,3 Milliarden Dollar zu. Eine Berufsrichterin kassierte diesen Juryspruch jedoch vor kurzem und reduzierte den von SAP an Oracle zu zahlenden Betrag auf 272 Millionen Dollar.

Von

rtr

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