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19.01.2005

17:00 Uhr

Oracle will mit neuem Software-Paket kontern

Wie SAP dem Konkurrenten Oracle Kunden abspenstig machen will

Europas größter Softwarekonzern hat den US-Softwaredienstleister Tomorrow-Now übernommen. Damit will SAP seinem gerade von Oracle übernommenen US-Konkurrenten Peoplesoft Kunden abjagen.

Die Zentrale von Europas führendem Softwarekonzern SAP.

Die Zentrale von Europas führendem Softwarekonzern SAP.

HB FRANKFURT. Seit der Übernahme von Peoplesoft durch den US-Datenbank-Anbieter Oracle hat sich der Wettbewerb mit dem größten europäischen Softwarekonzern SAP um die gemeinsame Firmenkundenbasis verschärft. So will SAP Kunden mit Produkten von Peoplesoft und deren Tochter JD Edwards mit finanziellen Anreizen an sich binden. Oracle kündigte an, in drei bis vier Jahren die Software von Oracle und Peoplesoft zusammenzuführen, um SAP die Stirn zu bieten.

„Wir werden gezielt auf Firmenkunden zugehen, die sowohl Software von Peoplesoft als auch von SAP benutzen“, betonte SAP-Chef Henning Kagermann am Jahresende 2004. SAP teilte am Mittwoch in Walldorf nun mit, den Kunden von Peoplesoft und JD Edwards, die auch SAP-Produkte nutzten, werde Wartung und Unterstützung für ihre erworbenen Software-Lösungen auf Basis der SAP-Plattform angeboten. Im Rahmen eines Lizenzvertrages mit SAP werde der Wert der bei den Konkurrenten erworbenen Lizenzen „in angemessenem Rahmen“ berücksichtigt, womit die Kunden Investitionssicherheit erhielten. Zur Betreuung der rund 2000 SAP-Kunden, die auch Software von Peoplesoft und JD Edwards nutzten, sei das US-Unternehmen Tomorrow-Now erworben worden. Tomorrow-Now sei auf die Wartung und Dienstleistung für Peoplesoft- und JD Edwards-Lösungen spezialisiert. Über den Kaufpreis machte SAP keine Angaben.

Oracle hatte im Januar nach langem Widerstand Peoplesoft für 10,3 Mrd. Dollar übernommen. Zu Peoplesoft gehört der Software-Anbieter JD Edwards, der seinerseits im Jahr 2003 von Peoplesoft übernommen worden war.

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