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08.10.2012

16:56 Uhr

Orange Austria

Hutchison setzt auf Überzeugungskraft

Hutchison will Brüssel unbedingt von der geplanten Orange-Austria-Übernahme überzeugen. Das Vorhaben des Mobilfunkbetreibers stößt bei Kartellwächtern aber auf Skepsis. Befürchtet werden höhere Preise auf dem Markt.

Übernahme: Hutchison hofft auf grünes Licht für den Deal. Reuters

Übernahme: Hutchison hofft auf grünes Licht für den Deal.

Brüssel, WienDer Mobilfunkbetreiber Hutchison versucht mit allen Mitteln, die EU von der geplanten Übernahme des Konkurrenten Orange Austria zu überzeugen. Am Mittwoch reisen Hutchison-Österreich-Chef Jan Trionow und Europa-Vizechef Christian Salbaing nach Brüssel, um dort Vertreter der EU-Kommission und nationaler Wettbewerbshüter für das Vorhaben zu gewinnen, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Montag zu Reuters. Diese mündliche Anhörung hinter geschlossenen Türen könnte eine der letzten Möglichkeiten sein, doch noch das erhoffte grüne Licht der EU für den Deal zu bekommen.

Bislang hatten sich die Wettbewerbshüter skeptisch gezeigt. Durch die Übernahme der France-Telecom-Beteiligung Orange Austria schrumpft die Zahl der Mobilfunkanbieter in Österreich von vier auf drei. Die Kartellwächter befürchten dadurch höhere Preise für die Kunden auf dem heiß umkämpften Markt.

Um das zu verhindern und als Zugeständnis an die Wettbewerbshüter, will Hutchison anderen Telekomfirmen ohne eigenes Mobilfunknetz ermöglichen, die Hutchison-Infrastruktur zu mieten und so in dem Mobilfunkmarkt einzusteigen. Doch auch diesem Vorschlag standen die Wettbewerbshüter bislang skeptisch gegenüber. Nun geht Hutchison in die Offensive: Am Montag habe die Firma ein Abkommen mit dem Kabelnetzbetreiber UPC unterzeichnet, das UPC die Nutzung des Hutchison-Netzes ermöglicht - noch bevor die EU-Kommission grünes Licht für den Deal signalisiert hat.

Voraussetzung für das Zustandekommen der sogenannten MVNO-Partnerschaft ist allerdings, dass Hutchison Orange Austria auch tatsächlich übernehmen darf. Hutchison-Österreich-Chef Trionow zeigte sich zuversichtlich. „Ich hoffe, die Behörden in Brüssel und Wien teilen unsere Meinung, dass dieser Schritt ein großes Zugeständnis an den österreichischen Markt und einen steigenden Wettbewerb bedeutet“, sagte er.

Von

rtr

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