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01.09.2016

09:38 Uhr

Orange

Französischer Telekomkonzern erwägt Einstieg im Iran

Immer mehr westliche Firmen interessieren sich für den Einstieg auf den iranischen Markt. Nun plant der französische Telekomanbieter Orange laut einem Bericht den Kauf einer Beteiligung am größten Mobilfunker des Landes.

Der Telekomkonzern will sich laut einem Zeitungsbericht am größten iranischen Mobilfunker beteiligen. Reuters

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Der Telekomkonzern will sich laut einem Zeitungsbericht am größten iranischen Mobilfunker beteiligen.

San FranciscoDer französische Telekommunikationskonzern Orange erwägt einem Bericht zufolge, beim größten iranischen Mobilfunkanbieter MCI einzusteigen. Es gebe dazu erste Gespräche zwischen beiden Seiten, berichtete das „Wall Street Journal“ am Mittwoch unter Berufung auf informierte Kreise. Es wäre das erste Mal, dass ein westliches Unternehmen nach dem Ende der Sanktionen gegen das Land einen nennenswerten Anteil an einer großen iranischen Firma übernimmt.

Dem Zeitungsbericht zufolge gab es bereits Gespräche zwischen Vertretern von Orange mit MCI-Chef Wahid Sadugi im Iran. Dabei hätten sie auch Einblick in die Geschäftszahlen des Mobilfunkanbieters erhalten. Neben Orange interessierten sich auch noch andere europäische Konzerne für einen Einstieg bei MCI, schreibt das „Wall Street Journal“, ohne Namen zu nennen.

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Ein Orange-Sprecher sagte dem Blatt lediglich, derzeit werde geprüft, was „in diesem komplexen Umfeld“ möglich sei. Dabei seien auch weiterhin bestehende Sanktionen gegen den Iran zu berücksichtigen. MCI-Chef Sadugi erklärte, die Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen, dies könne aber „in den nächsten drei oder vier Monaten“ geschehen.

Orange müsste vor dem Einstieg voraussichtlich noch westliche Banken überzeugen, das Geschäft zu finanzieren. Da die USA weiterhin einige Sanktionen gegen den Iran aufrechterhalten, könnte dies schwierig werden. Orange ist in erster Linie an der Pariser Börse notiert, allerdings auch in New York.

Seit dem Atomabkommen zwischen dem Iran und den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland im Sommer vergangenen Jahres und der folgenden Aufhebung zahlreicher Sanktionen interessieren sich viele westliche Firmen dafür, in dem Land aktiv zu werden.

Von

afp

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