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07.02.2017

11:33 Uhr

Osteuropa

Telekom könnte Rumänien-Geschäft verkaufen

Die Deutsche Telekom will sich laut einem Bericht von ihrem Geschäft in Rumänien trennen. Geplant sei der Verkauf des Mobilfunk- und Festnetzbereiches. Insgesamt gehe es um mehr als eine Milliarde Euro.

Die Telekom ist mit ihrer Tochter in Rumänien die Nummer zwei direkt hinter dem französischen Telekommunikationsanbieter Orange. dpa

Deutsche Telekom

Die Telekom ist mit ihrer Tochter in Rumänien die Nummer zwei direkt hinter dem französischen Telekommunikationsanbieter Orange.

FrankfurtDie Telekom prüft einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf ihres schrumpfenden Mobilfunk- und Festnetzgeschäfts in Rumänien. Der Bonner Konzern strebe den Verkauf der Aktivitäten in zwei getrennten Deals an, berichtete die „Börsen-Zeitung“ aus Finanzkreisen am Dienstag. Insgesamt gehe es um mehr als eine Milliarde Euro. Die Telekom ist in Rumänien aktuell die Nummer zwei hinter Orange, die bereits Interesse an der Telekom-Festnetzgesellschaft geäußert habe. Für den Mobilfunk interessiere sich der Kabelnetzbetreiber RCS & RDS, hieß in der Zeitung weiter. Ein Telekom-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Die Telekom kämpft in dem Land mit einem Kundenschwund. Voriges Jahr brach der operative Gewinn deshalb um knapp ein Viertel auf 205 Millionen Euro ein, während der Umsatz um zwei Prozent auf 984 Millionen Euro schrumpfte. Eine mit den Planungen des Konzerns vertraute Person sagte zu Reuters, dass die Beteiligungen des Unternehmens ständig auf dem Prüfstand stehen. Gleichzeitig seien die Wachstumsaussichten in Rumänien wegen des harten Wettbewerbs begrenzt.

Die Rheinländer besitzen Telekom Romania nicht direkt, sondern über die griechische Tochter OTE, die 54 Prozent der Anteile kontrolliert. Der rumänische Staat, der die verbleibenden 46 Prozent hält, erklärte, dass die Geschäfte von Telekom Romania mittelfristig mit einer neuen Strategie stabilisiert werden sollen. Ein Verkauf sei nicht Teil dieser Strategie.

Die Telekom ist in vielen osteuropäischen Ländern vertreten, von Polen über die Tschechische Republik bis Mazedonien. Die Region galt lange Zeit als künftiger Motor für den Konzern, doch ging der Plan wegen der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche nur teilweise auf. Und die Rolle der Wachstumslokomotive fällt mittlerweile dem hocherfolgreichen Amerika-Ableger T-Mobile US zu.

Von

rtr

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