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12.03.2004

12:26 Uhr

Parteien pokern um die Rechter der Fußball-Bundesliga

Saban will auch Premiere

Nach der Übernahme von Pro Sieben Sat.1 will US-Investor Haim Saban nun auch beim Bezahlsender Premiere einsteigen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur gab es bereits Gespräche auf Gesellschafterebene. Doch es gibt erhebliche Widerstände.

HB MÜNCHEN. Die Investmentgesellschaft Permira, die die Mehrheit an dem Abo-Sender hält, wollte dies am Freitag nicht kommentieren. „Wir denken nicht daran, Anteile zu veräußern“, hieß es aus dem Unternehmen.

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, dass Saban Anfang März im Zusammenhang mit dem Poker um die Fußball-Bundesliga einen konkreten Vorstoß unternommen habe, sich an Premiere zu beteiligen. Erst im vergangenen Jahr hatte Saban die Senderkette Pro Sieben Sat 1 übernommen.

Dem Bericht zufolge droht der US-Investor, Premiere die Bundesliga wegzukaufen und bei Sat 1 abzuspielen. „Diesem Druck werden wir uns nicht beugen“, sagte Premiere-Chef Georg Kofler der Zeitung. „Unser Ziel ist nach wie vor der Börsengang von Premiere als eigenständiges Unternehmen.“ Er gehe auch davon aus, wieder den Zuschlag für die Fußball-Bundesliga zu erhalten, sagte Kofler.

Sprecher von Premiere, der Senderkette Pro Sieben Sat 1 und Saban wollten sich nicht zu dem Bericht äußern. In der Branche wird er mit einem möglichen Einstieg von Pro Sieben Sat.1 ins Pay-TV-Geschäft in Zusammenhang gebracht. Konzernchef Urs Rohner hatte dies im Februar ausdrücklich nicht ausgeschlossen. „Pay-TV-Geschäft kann man in Deutschland erfolgreich betreiben, wenn man sich auf die Inhalte konzentriert.“ Allerdings handle es sich eher um ein strategisches Projekt, hatte Rohner gesagt.

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