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30.05.2014

10:50 Uhr

Partnerschaft

Microsoft arbeitet mit Salesforce im Cloud-Geschäft

Microsoft bindet seine Konkurrenz weiter an sich. Kunden von Salesforce haben künftig Zugriff auf die Cloud über Microsofts Betriebssystem. Salesforce ist nicht der einzige Konkurrent, mit dem Microsoft zusammenarbeitet.

Ein Nokia Lumia mit dem Windows Phone Betriebssystem: Salesforce-Kunden können auf die Plattform des Spezialisten für Unternehmenssoftware aus der Cloud direkt über Microsofts Windows Phone 8.1 zugreifen. dpa

Ein Nokia Lumia mit dem Windows Phone Betriebssystem: Salesforce-Kunden können auf die Plattform des Spezialisten für Unternehmenssoftware aus der Cloud direkt über Microsofts Windows Phone 8.1 zugreifen.

RedmondMicrosoft geht mit dem Konkurrenten Salesforce eine strategische Partnerschaft ein. Kunden von Salesforce können künftig auf die Plattform des Spezialisten für Unternehmenssoftware aus der Cloud direkt über Microsofts Betriebssysteme Windows und Windows Phone 8.1 zugreifen, teilten die Unternehmen mit. Mit der neuen Kooperation führt Microsoft-Chef Satya Nadella die Partner-Strategie des Konzerns mit einst erbitterten Gegnern im wichtigen Cloud-Geschäft weiter fort. Auch mit Europas größtem Softwarehaus SAP und dem US-Schwergewicht Oracle arbeitet Microsoft trotz aller Rivalität zusammen.

Microsofts Online-Büropaket Office 365 soll sich künftig direkt mit der Plattform für das Kundenmanagement verbinden lassen. Dafür werde es unter anderem auch eine Salesforce App für Outlook geben. Die Cloud-Angebote OneDrive und SharePoint von Microsoft sollen werden über die Salesforce-Anwendungen als integrierte Speicherlösungen zugänglich sein. Mit der Kooperation wollen die Unternehmen ihren Kunden Brücken bauen, die die Arbeit erleichern und die Produktivität steigern sollen, sagte Salesforce-Chef Mark Benioff.

Das ABC des Cloud-Computing

Software as a Service (SaaS)

Bei diesem Konzept laufen Anwendungen – etwa für Textverarbeitung oder Kundenverwaltung –nicht auf dem eigenen Rechner, sondern auf den Servern des Dienstleisters. Aufgerufen werden sie übers Internet. Meist ist nicht mehr als ein Browser nötig. Bezahlt wird in der Regel per Abo. Daher ist auch von Miet-Software die Rede.

 

Infrastructure as a Service (IaaS)

Unternehmen können auch Rechenleistung oder Speicherplatz über die Cloud beziehen – in diesem Fall ist von Infrastructure as a Service die Rede. Gerade Startups können auf diese Weise schnell und unkompliziert ihre Website aufbauen und bei Bedarf die Kapazitäten auf Knopfdruck vergrößern.

Platform as a Service (Paas)

IT-Entwickler können auch eine virtuelle Computer-Plattform über die Cloud nutzen. Das erleichtert die Programmierung, weil sie selbst keine spezielle Hardware aufstellen müssen.

Public Cloud

Wenn Unternehmen ihre Cloud-Dienste öffentlich zugänglich anbieten, ist von der Public Cloud die Rede. Dabei handelt es sich oft um standardisierte und somit günstige Services. Der Zugriff erfolgt übers Internet.

Private Cloud

Wie bei Public-Cloud-Lösungen liegen die Daten oder Anwendungen auf Servern – diese betreibt das Unternehmen jedoch selbst. Der Zugang ist bei der Private Cloud auf die eigenen Mitarbeiter sowie autorisierte Geschäftspartner und Kunden beschränkt. Weil der Betreiber mehr Kontrolle hat, eignet sich diese Lösung für sensible Daten. Vor allem große  Unternehmen und öffentliche Einrichtungen setzen darauf.

 

Hybrid Cloud

Eine Mischung aus Public und Private Cloud – das Unternehmen setzt also beide Elemente ein.

Von

dpa

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