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29.02.2012

07:21 Uhr

Partnersuche

SAP macht Schluss mit Kannibalismus

VonJens Koenen

Ohne sein Ecosystem ist der Softwareriese SAP nichts - nun sucht der Weltkonzern nach starken neuen Partnern. Das ehrgeizige Ziel ist, den Umsatz bis 2015 zu verdoppeln und das „iTunes der Geschäftswelt“ zu werden.

SAP auf Partnersuche:  „Wir wachsen, aber wir wachsen selektiv.“ dapd

SAP auf Partnersuche: „Wir wachsen, aber wir wachsen selektiv.“

FrankfurtIn diesem Jahr wird SAP 40 Jahre alt. Aus einem Fünf-Mann-Betrieb ist ein milliardenschwerer Weltkonzern geworden. Einer, der vielen Erfolg und Wohlstand gebracht hat - den Gründern, den Aktionären, den Mitarbeitern, aber auch den Partnern. Eine ganz eigene Branche ist um SAP groß geworden, Firmen wie Accenture etwa, die Unternehmen bei der SAP-Einführung beraten.

Ecosystem nennen Fachleute das. Und SAP ist in Zukunft mehr denn je darauf angewiesen. Denn der weltgrößte Anbieter von Programmen zur Steuerung von Unternehmen hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. 2010 kündigten die beiden Vorstandschefs Bill McDermott und Jim Hagemann Snabe an, den Umsatz bis 2015 zu verdoppeln.

Aktuell liegt er bei 14 Milliarden Euro, es fehlen also noch sechs Milliarden bis zum Ziel. Eine Milliarde Menschen soll 2015 die Software von SAP nutzen. Derzeit sind es erst 66 Millionen - allerdings überwiegend professionelle Nutzer.

Es ist eine Wette auf den Erfolg Dritter. Denn ohne die Partner wird SAP die Ziele nicht erreichen, selbst wenn der Konzern weiter zukaufen sollte. Das Management setzt große Hoffnungen auf seine schnelle Datenbanktechnik Hana. Auch mobile Programme sollen den Umsatz treiben. SAP braucht Partner, die die neuen Produkte nicht nur in den Markt bringen, sondern auch auf die speziellen Bedürfnisse der Kunden anpassen und ergänzen.

Eric Duffaut weiß das. Er betreut bei SAP das Ecosystem. „Die Partner sind wichtig für unsere Mittelfristziele“, räumt er ein: „Wir wollen das iTunes für Geschäftskunden werden. Dazu brauchen wir unser Partnernetzwerk, wir wollen das nicht alleine erreichen.“ Auch der IT-Konzern Apple hat mit iTunes eine Plattform aufgebaut, auf der die eigene Software mit der von Dritten ergänzt wird.

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