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21.03.2013

07:58 Uhr

Patentstreit

Apple von Sony-Tochter verklagt

Ring frei für den nächsten Patentstreit unter IT-Giganten. Die Software-Tochter Intertrust, die Sony und Philips gehört, klagt nahezu gegen die gesamte Apple-Palette. Intertrust hatte bereits Microsoft bezwungen.

Ein Besucher testet ein iPad im Apple-Store. Intertrust hat Apple wegen Software-Patenten verklagt. Reuters

Ein Besucher testet ein iPad im Apple-Store. Intertrust hat Apple wegen Software-Patenten verklagt.

San FranciscoApple hat es bei einer neuen Patentklage mit so starken Gegnern wie Sony und Philips zu tun. Der Software-Entwickler Intertrust, der den beiden Elektronik-Riesen gehört, wirft dem iPhone-Konzern die Verletzung von 15 Patenten vor.

Und Apple sollte die Vorwürfe nicht auf die leichte Schulter nehmen: Die Firma hatte 2004 bereits Microsoft auf ähnliche Weise in eine 440 Millionen Dollar schwere Lizenz-Vereinbarung gedrängt.

Die Evolution des iPhone

iPhone - die erste Generation

Mit seinem leicht bedienbaren Touchscreen revolutionierte das iPhone die Handybranche. Dabei waren die technischen Daten der ersten Generation noch recht bescheiden: Der Prozessor leistete nur 667 Megahertz, der Arbeitsspeicher war nur 128 Megabyte groß. Den Datenfunk UMTS unterstützte die erste Generation nicht. Trotzdem wurde das Gerät ein riesiger Erfolg.

iPhone 3G

Das zweite Gerät der iPhone-Reihe, vorgestellt im Juni 2008, brachte einige wesentliche Änderungen. Zum einen überarbeitete Apple das Design gründlich. Zum anderen unterstützte das Gerät den Datenfunk UMTS sowie den Datenturbo HSDPA.

iPhone 3GS

Ein Jahr später stellte Apple das iPhone 3GS vor. Am Design änderte sich nichts, allerdings stattete der Hersteller das Gerät mit einem besseren Prozessor und einem größeren Speicher aus. Das suggeriert auch der Name: Das S steht für „Speed“. Zudem war eine Kamera mit 3 Megapixel Auflösung an Bord.

iPhone 4

Mit der vierten Generation, präsentiert im Juni 2010, wagte Apple wieder ein neues Design: Das Gehäuse war kantiger und aus Edelstahl. Zudem verbaute der Hersteller ein Display mit höherer Auflösung. Auch der Prozessor war leistungsfähiger als beim Vorgänger. Der Ansturm auf das Gerät war gewaltig.

iPhone 4S

Äußerlich unterschied sich das iPhone 4S kaum von seinem Vorgänger, das Design blieb weitgehend gleich. Schlagzeilen machte vor allem der persönliche sprachgesteuerte Assistent Siri, der zunächst nur auf dem 4S lief, später aber auch auf anderen iPhone-Modellen. Siri kann Fragen beantworten oder Kommandos ausführen. Die Kamera des iPhone 4S hatte eine Auflösung von 8 Megapixel.

iPhone 5

Das sechste und aktuelle Gerät der Reihe heißt iPhone 5. Es ist etwas länger, aber gleichzeitig dünner als das Vorgängermodell – dadurch ergibt sich ein neues Seitenverhältnis von 16:9. Die 8-Megapixel-Kamera kann Aufnahmen in HD anfertigen. Ein neuer Prozessor soll für mehr Tempo sorgen. In die Kritik geriet Apple, weil vor allem an der schwarzen Variante schnell Abnutzungserscheinungen zu sehen waren. Mit dem iPhone 5 führte Apple auch iOS 6 ein, die neue Version des Betriebssystems, die den vielkritisierten Kartendienst Maps enthält.

iPhone 5C und 5S

Das iPhone 5c und das iPhone 5s waren die Modelle sieben und acht. Das 5c ist die etwas günstigere Variante: Weitgehend ausgestattet wie das iPhone 5, hat es aber ein Gehäuse aus buntem Plastik. Das 5s hat unter anderem einen doppelt so schnellen Chip, eine bessere Kamera und einen Fingerabdrucksensor zur Entsperrung des Gerätes.

Intertrust Technologies entwickelt vor allem sogenannte DRM-Software für Kopierschutz (Digital Rights Management). Unter den Lizenznehmern sind bereits Apple-Konkurrenten wie Samsung, Nokia, HTC und Huawei. Intertrust nimmt mit der am Mittwoch eingereichten Klage fast die gesamte Palette von Apple-Produkten ins Visier: von iPhone, iPod und iPad bis hin zu Mac-Computern, dem App Store, der Wohnzimmer-Box Apple TV und dem Speicherdienst iCloud.

Von

dpa

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