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05.10.2011

15:23 Uhr

Pay-TV

Auf der Suche nach der billigen Bundesliga

VonKristin Schmidt

Fußballfans aus ganz Europa jubeln. Fußballgucken wird günstiger, so ihre Hoffnung, nachdem der Europäische Gerichtshof die TV-Monopole aufgehoben hat. Doch die Suche nach der preiswerten Alternative wird zum Abenteuer.

Sky-Kameramann am Spielfeldrand dpa

Sky-Kameramann am Spielfeldrand

DüsseldorfBislang musste ich mich samstagabends immer bis 18 Uhr gedulden. Dann ab aufs Sofa, Fernseher an und Sportschau mit den Samstagsspielen und der Freitagspartie. 33,90 Euro für das Bundesliga-Angebot von Sky Deutschland waren mir bislang zu viel und für jedes Spiel in die Kneipe, das wird auch nicht billiger. Doch mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von gestern entbrannte in mir die Hoffnung, Bundesliga jetzt endlich schön günstig über einen tschechischen, griechischen oder litauischen Anbieter zu empfangen.

Denn die Richter haben gestern entschieden, dass Bezahlsender wie Sky & Co sich zukünftig mit ausländischer Konkurrenz auseinandersetzen müssen. Bisher war die exklusive Vermarktung von Fußballübertragungen national geregelt. Künftig dürfen die Pay-TV-Sender ihre Decoder europaweit vertreiben und Kunden können wählen, ob sie die Bundesliga von Sky Deutschland beziehen oder günstigere Anbieter aus dem Ausland wählen.

Also machte ich mich heute Morgen direkt auf die Suche nach der billigsten Decoderkarte, über die ich bequem und billig die Bundesliga empfangen kann. Doch welche Sender haben in den anderen europäischen Ländern überhaupt die Rechte an der Bundesliga?

Da kann mir bestimmt Google helfen. Nach zwei bis drei Suchanfragen stoße ich auf die Homepage der deutschen Fußballliga. Sie vermarktet die Rechte an den Spielen und hat eine ausführliche Liste über Sender in 208 Ländern, die die Bundesliga live ausstrahlen. Die meisten Sender habe ich noch nie gehört, doch davon lasse ich mich nicht abschrecken. Mein Auge bleibt an Eurosport 2 hängen, das kommt mir doch bekannt vor. Der Sender hält exklusive Bundesligarechte für Skandinavien und Osteuropa. Schnell die Internetseite aufrufen und Angebot raussuchen.

Leichter gesagt als getan. Eine halbe Stunde Suchen auf der Homepage und einen Anruf später stellt sich heraus, dass Eurosport 2 gar kein eigenständiger Anbieter ist, sondern nur Programmzulieferer für Kabelnetzbetreiber. So lange ich keinen Kabelanschluss in Finnland, Polen oder einem anderen der Empfangsländer habe, komme ich nicht an die Eurosport-Angebote ran.

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