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10.02.2012

16:40 Uhr

Pay-TV

Bezahlsender Sky beschafft sich Geld

Bislang wurden die in den Konzern gepumpten Millionen zum Ausbau des Senders genutzt. Jetzt will der Pay-TV-Sender von Rupert Murdoch schwarze Zahlen schreiben und beschaffte sich mit einer Kapitalerhöhung Geld.

Der Vorstandsvorsitzende des TV-Bezahlsenders sky Deutschland Brian Sullivan: Sky peilt für 2013 den lange erhofften Sprung in die schwarzen Zahlen an. dpa

Der Vorstandsvorsitzende des TV-Bezahlsenders sky Deutschland Brian Sullivan: Sky peilt für 2013 den lange erhofften Sprung in die schwarzen Zahlen an.

MünchenFür die geplante Trendwende hin zu schwarzen Zahlen hat der defizitäre Bezahlsender Sky Deutschland sich Geld beschafft. Mit einer Kapitalerhöhung habe das Unternehmen 155,8 Millionen Euro eingenommen, teilte Sky nach Abschluss der Aktion am Donnerstagabend mit. Der Bezahlsender gehört zum Medienimperium von Rupert Murdoch. Eine Tochtergesellschaft von dessen News Corp. übernahm demnach die Hälfte der knapp 71 Millionen neuen Aktien. Damit bleibt ihr Anteil an Sky Deutschland stabil bei 49,9 Prozent.

Sky hatte im vergangenen Jahr erstmals die Marke von drei Millionen Abonnenten geknackt und peilt nun für 2013 operativ schwarze Zahlen an. Allerdings muss Sky-Chef Brian Sullivan für die Fortsetzung seines Aus- und Umbaus weiter investieren - und braucht dafür insgesamt 300 Millionen Euro frisches Kapital, wie er vor wenigen Tagen ankündigte. Etwas mehr als die Hälfte wurde mit der Kapitalerhöhung in die Kassen gespült. Der Rest des Geldes soll bis September 2012 gesichert werden.

Murdoch hatte in den vergangenen beiden Jahren bereits rund 448 Millionen Euro in den Konzern gepumpt. Das Geld nutzte Sullivan bisher, um das Angebot des Senders auszubauen, neue Programme und Formate anzubieten, wie den Empfang auf mobilen Computern oder den neuen Sportnachrichtensender Sky Sports News HD zu starten. Auch die 300 Millionen sollen in das Programm und die Verbesserung des Services gesteckt werden. Sie verschaffen Sullivan in den anstehenden Verhandlungen über den Verkauf der Bundesligarechte mehr Flexibilität.

Von

dpa

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