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29.05.2014

11:01 Uhr

Pay-TV-Sender

Sky-Vorstand kritisiert Zusammenarbeit mit Clubs

Die Fußball-Bundesliga und Sky sind wirtschaftlich voneinander abhängig. Dennoch war die Beziehung der Clubs und des wichtigsten Finanziers nie ganz reibungsfrei. Und noch immer ärgert sich Sky über einige Vereine.

Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer (li.) mit Carsten Schmidt: Der Sky-Vorstand ärgert sich über die Zusammenarbeit mit den Vereinen. dpa

Bayerns Sportdirektor Matthias Sammer (li.) mit Carsten Schmidt: Der Sky-Vorstand ärgert sich über die Zusammenarbeit mit den Vereinen.

UnterföhringDer größte Geldgeber der Fußball-Bundesliga fühlt sich nicht von allen Clubs ausreichend geschätzt. Während sich das Verhältnis zur Deutschen Fußball Liga (DFL) nach einigen Krisen verbessert hat, ärgert sich der Pay-TV-Sender Sky über die Zusammenarbeit mit einigen Vereinen. Das für Sport zuständige Vorstandsmitglied Carsten Schmidt kritisierte im Interview der Nachrichtenagentur dpa: „Wir brauchen Zugang zu den Themen und den Stars. In der Regel haben wir diesen, aber es gibt Clubs, die meinen, daraus Exklusivität für sich selbst ziehen.“ Der Sky-Manager sagte: „Das geht in die falsche Richtung.“

Durchschnittlich 485,7 Millionen Euro pro Saison zahlt Sky den Bundesligisten in der laufenden Rechteperiode bis 2017. Dafür zeigt der Bezahl-Sender seinen 3,7 Millionen Abonnenten alle Spiele live. Aber Sky sieht sich nicht nur als Abspielstation, sondern fordert von den Bundesligisten, dass seine besondere Stellung auch abseits der Spiel-Übertragungen gewürdigt wird.

Einige vereinseigene TV-Angebote ärgern Sky. „Da haben wir die Wahrnehmung, dass sich immer mehr Clubs als Hobby-TV-Sender versuchen“, sagte Schmidt: „Es kann nicht sein, dass dort journalistische, aber auch lizenzrechtliche Themen beginnen zu verrutschen. Das beobachten wir intensiv.“

Das Sky-Vorstandsmitglied beklagte „aus unserer Sicht unerfreuliche Entwicklungen. Darüber sprechen wir mit den Verantwortlichen dann auch sehr deutlich.“

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