Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

05.11.2013

14:47 Uhr

Pay-TV

Sky steigert den Umsatz kräftig

Der Bezahlsender Sky ist noch nicht profitabel, doch die Entwicklung der letzten Monate macht Hoffnung: Das Unternehmen gewann erneut Abonnenten hinzu, der Verlust fiel geringer aus als erwartet.

Sky-Kamera im Fußballstadion: Der Pay-TV-Sender gewinnt Kunden hinzu. Reuters

Sky-Kamera im Fußballstadion: Der Pay-TV-Sender gewinnt Kunden hinzu.

MünchenSky Deutschland hat auf dem Weg aus den roten Zahlen einen weiteren großen Schritt gemacht. Im dritten Quartal stiegen die Abo-Zahlen des Bezahlsenders weiter, der Umsatz machte einen großen Satz. Und zumindest vor Zinsen und Steuern (Ebit) schrieb Sky schwarze Zahlen und verbuchte ein Ergebnis von gut 6 Millionen Euro. Unter dem Strich steht noch ein Verlust von 14,2 Millionen Euro, der aber geringer ausfiel als im Vorjahr.

Wann die frühere Premiere AG endgültig Gewinne liefern wird, ließ Konzernchef Brian Sullivan am Dienstag weiter offen, versprach aber für 2014 eine genauere Prognose für das einst krisengeschüttelte Unternehmen. Experten trauen Sullivan mittlerweile zu, dass er den Sender auf Dauer profitabel macht. Einige Banken wie Berenberg oder die DZ Bank gehen sogar davon aus, dass Sky Deutschland schon im kommenden Jahr auch unter dem Strich einen Gewinn erzielen kann.

Basis dafür sind das stetige Kundenwachstum, der steigende Erlös pro Kunde und die jüngsten Kooperationen mit der Deutschen Telekom oder Vodafone. Dadurch steigt die Zahl der potenziellen Kunden enorm. Die Abo-Zahl legte zwischen Juli und September um 76 000 auf 3,529 Millionen zu. Der zum Medienimperium von Rupert Murdoch gehörende Konzern setzt als Zugpferd vor allem auf die Bundesliga-Rechte, um Bezahl-TV in Deutschland zu einem Erfolgsmodell zu machen.

Marktanteile der TV-Sender

Platz 1: ZDF

Das ZDF hatte 2013 einen Marktanteil von 12,8 Prozent.

Platz 2: ARD

Die ARD kommt auf 12 Prozent Marktanteil, bei der jungen Zielgruppe erreicht der Senderverbund eine Einschaltquote von 6,3 Prozent.

Platz 3: RTL

RTL hat mit einem Marktanteil von 10,4 Prozent insgesamt weniger Reichweite als ARD und ZDF, liegt aber bei den jungen Zuschauern mit 13,3 Prozent vorn.

Platz 3: Sat 1

Sat 1 hat 8,3 Prozent Marktanteil, bei den 14- bis 49-Jährigen mit 9,2 Prozent etwas mehr.

Platz 4: Pro Sieben

Ähnlich wie RTL ist Pro Sieben vor allem bei den jüngeren Zuschauern beliebt: 5,5 Prozent Marktanteil insgesamt, 11,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.

Platz 5: Vox

Vox hat 5,3 Prozent Marktanteil (7,3 Prozent bei den Jüngeren). Der Sender gehört zur RTL-Gruppe.

Vorbild ist dabei der britische Sender BSkyB, den Murdoch ebenfalls kontrolliert. Er hatte sich Anfang 2008 für 287 Millionen Euro knapp 15 Prozent an der Premiere AG gekauft, die Mitte 2009 in Sky Deutschland umgewandelt wurde. Der Sender brauchte in den Folgejahren immer wieder frisches Geld, das er größtenteils von Murdoch bekam. Zuletzt hatte der 82 Jahre alte Unternehmer im Januar weitere Aktien gekauft und hält inzwischen die Mehrheit. Insgesamt investierte er bereits fast 1,5 Milliarden Euro in Sky Deutschland.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×