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27.12.2011

20:15 Uhr

Pay-TV

Streit mit Paramount belastet Bezahlsender Sky

Kunden von Sky in Deutschland müssen im kommenden Jahr auf Blockbuster von Paramount verzichten. Der Sender und das Hollywood-Studio konnten sich auf keinen Preis einigen. An der Börse kam der Verlust nicht gut an.

„Der gestiefelte Kater“ wird von den Paramount-Studios vermarktet. dapd

„Der gestiefelte Kater“ wird von den Paramount-Studios vermarktet.

FrankfurtFans von Hollywood-Blockbustern wie „Tim und Struppi“ und „Mission Impossible“ schauen bei Sky künftig in die Röhre. Der Bezahlsender habe seinen Vertrag mit dem US-Filmstudio Paramount nicht verlängert, sagte ein Sky-Sprecher am Dienstag. Der Kontrakt laufe Anfang Januar 2012 aus. Die Folgen für das Programm hielten sich aber in Grenzen: Von den bis zu 240 Filmpremieren, die Sky jährlich im Programm habe, seien zuletzt lediglich sieben von Paramount gekommen.

Ein Sky-Insider sagte, dass dem Sender die Preisvorstellungen von Paramount zu hoch gewesen seien. „Man ist sich beim Preis nicht einig geworden.“ Das Management des Münchner Senders habe befürchtet, dass im Fall einer Einigung mit Paramount auch die anderen großen Hollywood-Studios versuchen könnten, mehr für ihre Filme zu verlangen. Es sei aber nicht auszuschließen, dass die beiden Unternehmen sich im Laufe des neuen Jahres doch noch einig würden, sagte die Person weiter. Paramount gehört zum US-Medienkonzern Viacom.

Die Verträge mit anderen Blockbuster-Produzenten wie Warner Brothers oder Disney seien nicht betroffen, sagte Sky-Programmchef Gary Davey zur Nachrichtenagentur Reuters. „Wir haben mit fünf von sechs der großen Hollywood-Studios sehr gute Vertragsbeziehungen.“

Insgesamt seien die Verhandlungen über neue Streifen aber komplizierter geworden, da Sky nicht mehr nur Fernsehen betreibe, sondern seine Programme auch auf Handys oder im Internet ausstrahle. Die Rechte müsste alle einzeln erworben werden, sagte er. Insbesondere im Internet bekommt Sky verstärkt Konkurrenz durch Angebote, die Filme auf Abruf bereitstellen. Bekannte Dienste sind hier Maxdome von ProSieben, Apple mit seiner Filmbibliothek auf iTunes und Lovefilm, eine Tochter des US-Internetriesen Amazon.

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